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Die Geschichte der Kräuter ist Jahrtausende alt. Schon in der Steinzeit, Ausgrabungen beleben dies, wurden Kräuter gesammelt. Mit dem Sesshaftwerden der Menschen wurden die ersten Kräuter angebaut.
Im alten Ägypten wurden Kräuter vornehmlich für Salben, Parfüms und Körperöle angebaut. In der griechischen und römischen Antike wurden die Heilkräuterlehre vorangetrieben.
Mediterrane Kräuter, wie Salbei, Thymian, Rosmarin und Co kamen durch römische Soldaten nach Germanien. Hier wurde das Wissen über die Heilkraft der Kräuter über Jahrhunderte in den Klostergärten gehütet. Die Klostergärtner sorgten durch das systematische Anlegen von Kräuter- und Arzneigärten für eine weitere Verbreitung, die sich im Laufe der Jahrhunderte auf die umliegenden Bauerngärten ausdehnte.
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Im Mittelalter waren Kräuterkunde und Hexenglaube untrennbar miteinander verbunden. Insbesondere Frauen mit ausgeprägten Wissen um die Heilkraft der Kräuter endeten oft auf dem Scheiterhaufen. Erst die Erfindung des Buchdruckes (um 1450 n.Chr.) machte es möglich die Heilkräuterlehre weiter zu verbreiten. Im Zeitalter der Industrie und Technik brach das Interesse an Kräutern ab und viele Rezepte gerieten in Vergessenheit.
Heute erleben die Kräuter wieder eine Renaissance als wirksame Medizin bei zahlreichen Alltagsbeschwerden und als Würzkräuter in der modernen Küche.
Details hierzu entnehmen Sie unserer Kräuterliste .
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Auch die Verwendung in der heutigen Gartenlandschaft lässt viele Möglichkeiten offen. Ein Kräutergärtchen lässt sich immer auf nur wenigen Quadratmetern gestalten. Im Zusammenspiel mit Stauden (Margeriten, Gemswurz, Glockenblumen, Schafgarbe) und einjährigen Sommerblumen (Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Königskerzen und Malven) ergibt sich stets ein fröhlich-buntes Bild. Dabei ist die Grenze zwischen Zier- und Nutzpflanzen oft fließend, wenn dekorative Kräuter, wie Lavendel, Salbei, Ysop, Origano, Indianernessel, Thymian und Tripmadam, um nur einige zu nennen, eingebaut werden.
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Gestaltungsmöglichkeiten sind so zahlreich, wie die Größe und Formen der Gärten. Ein klassisches Beispiel ist der bunte Bauerngarten nach dem Vorbild der Klostergartenanlagen, die keine Trennung zwischen Zier- und Nutzgarten kannten.
Dabei wird das Areal streng symmetrisch in gleich große Beete aufgeteilt. Der strenge Rahmen wird durch die Farbenfülle gemildert: Küchen- und Heilkräuter wachsen mit Stauden und Sommerblumen nebeneinander. Die kleinen Beete erleichtern Pflege und Ernte. Als Material für die nicht zu schmalen Wege eignet sich allerlei Material. Holzpflaster oder Rindenmulch passen sich eher in den naturgemäßen Kräutergarten, kiesbestreute Wege erinnern an alte Bauern- und mediterrane Gärten.
Feste Regeln bei der Gestaltung der Kräutergärten gibt es nicht. Geometrie und Materialverwendung liegen ganz
im Ermessen des Kräutergärtners.
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Auch der Nicht-Gartenbesitzer muss nicht auf die Vorzüge der Kräuter verzichten, sofern ein kleines Plätzchen auf Balkon oder Terrasse zur Verfügung steht. Vor einer warmen, geschützten Südwand gedeihen vor allem mediterrane Kräuter in Töpfen, Schalen und Kisten bestens. Süd-West-Lagen eigen sich auch vorzüglich für alle heimischen Kräuter. Kalte, sonnenarme Nord- und Ostlagen sind gänzlich ungeeignet.
Dekorative Kübelpflanzen, wie Lorbeerbäumchen, Rosmarin- und Lavendel-Stämmchen, Myrten oder Rosen lockern das Bild auf dem Balkon / Terrasse auf. Dazwischen halten Sie mehrjährige Kräuter (Salbei, Oregano, Thymian, Zitronenmelisse, Minze) und säen ein- und zweijährige (Basilikum, Dill, Koriander, Kresse, Ringelblume, Kapuzinerkresse) aus.
Vor allem duftende Kräuter sind willkommen und verbreiten einen südlichen Flair! Besonders schön wirkt der mobile Kräutergarten bei der Verwendung unterschiedlicher Terracotta-, Steingut- und Holzgefäße. Je größer die Gefäße sind, desto bessere Lebensbedingungen bieten sie den Pflanzen. Die Wurzeln können sich dann besser ausbreiten und finden mehr Wasser und Nährstoff
Pflege von Kräutern im Topf- besonders wichtig beim Pflanzen sind eine gute Drainage aus Tonscherben Bimskies, Blähton oder Lava (mindestens 5-10 cm)- Verwenden Sie nur spezielle Kräutererden oder magern Sie Blumenerde durch Zusatz von 30-50% Sand ab - Kräuter im Topf haben einen erhöhten Wasserbedarf - gießen Sie (bevorzugt) morgens oder abends - Düngen Sie nur mäßig in der Wachstumszeit und verwenden
Sie nur speziellen, salzarmen Kräuterdünger |
Winterschutz von Kräutern im Topf- winterharte Kräuter können geschützt (dicht beieinander an der Hauswand) draußen überwintern- Töpfe auf Styroporuntersetzer oder Luftpolsterfolie stellen, oberirdische Triebe mit Nadelreisig oder Frostschutzvlies abdecken - Immergrüne Arten während frostfreien Perioden immer wieder gießen - nicht winterharte Arten frostfrei im Haus (hell bei 5-10°C) überwintern - Leichter Rückschnitt aller Topfkräuter zum Winterausgang |
Die günstigste Pflanzzeit für winterharte Kräuter liegt im Frühjahr, in der Zeit von März bis Mitte Mai. Der Standort sollte möglichst sonnig, in Wohnhausnähe und gut von der Küche aus erreichbar sein. Kräuter sind pflegeleicht. Außer gelegentlichem Jäten und Gießen während Trockenperioden im Sommer fallen kaum Pflegearbeiten an.
Zur Erstausstattung eines Vier-Personenhaushaltes empfehlen wir 6 Petersilien- und Dillpflanzen, 2-3 Schnittlauchpflanzen, je 1 Pflanze Zitronenmelisse, Pimpinelle, Minze, Basilikum, Salbei, Majoran, Estragon, Thymian und Rosmarin.
Extra Tipps zum Pflanzen und Pflege Ihrer Gartenkräuter
Kräuter wollen immer sonnig und windgeschützt stehen - ideal sind Plätze vor Mauern oder Hecken mit täglich mindestens 5-6 Stunden Sonne
die meisten Kräuter lieben einen durchlässigen, eher nährstoffarmen Boden - lockern Sie den hiesigen schweren Lehmboden durch Zugabe eines groben Sandes oder Lavagranulat mindestens spatentief
vor allem die mediterranen Kräuter lieben kalkhaltigen Boden - messen Sie vor dem Pflanzen den ph-Wert des Bodens, der bei 6,0 bis 6,5 liegen sollte. Bei niedrigeren Werten mit Gartenkalk (Dolomitkalk) den ph-Wert erhöhen
Vermeiden Sie den Einsatz von mineralischen Düngern - sie beeinflussen Wachstum und Geschmack der Kräuter negativ. Verwenden Sie vor dem Pflanzen und in jedem Frühjahr eine Gabe (ca 3 cm Schichthöhe) reifen Kompost, den Sie mit Laub, Rasenschnitt oder Rindenmulch abdecken, damit er nicht austrocknet
(starkzehrende Kräuter benötigen eine zweite Gabe im Juni/Juli)
Steine speichern Wärme und sollten daher im mediterranen Kräutergarten mit eingearbeitet werden
Kaufen und Pflanzen Sie nur Kräuter, die gesund und vital aussehen- vor dem Pflanzen in Wasser tauchen, bis keine Blasen mehr aufsteigen
Beim Pflanzenschutz sollten Sie auf chemische Mittel verzichten - fördern Sie natürliche Antagonisten und setzen Sie Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm- oder Brennnesselbrühe) ein
strauchartig wachsende Kräuter, wie Lavendel und Salbei werden mäßig nach der Blüte zurückgeschnitten, im Frühjahr (ca März) nochmals kräftig um ca 1/3 geschnitten, jedoch auf keinen Fall ins alte Holz schneiden
Schneckenplagen lassen sich bei den meist kleinen Kräutergärtchen gut mit Schneckenblechen abwehren
![]() Bio-Kräuter in bester Qualität! |
Unter dem Namen La'Bio werden unter anderen Küchen- und Gartenkräuter rein biologisch und ohne Zusatz von Mineraldüngern und Pflanzenschutzmittel hergestellt. Die Biokräuter sehen nicht nur klasse aus, sie haben auch einen besseren, intensiveren Geschmack gegenüber den konventionell produzierten Kräutern und schonen die Umwelt. Wir führen daher beinahe ganzjährig ein breites Sortiment an Na'Bio-Kräutern.
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Aber auch Starköche, wie der bekannte TV-Koch Johann Lafer, schwören mittlerweile auf die Na'bio-Kräuter. Johann Lafer unterhält auf seiner Stromburg einen Kräutergarten, der ausschließlich mit Biokräutern bepflanzt wurde, die intensiv in seiner Küche Verwendung finden. Die Vorteile liegen auf der Hand:
![]() Na'Bio-Kräuter in der Produktion |
Die Na'Bio-Kräuter wachsen allesamt in qualifizierten Gartenbaubetrieben im Rheinland und am Niederrhein, wo die Produktion laufend kontrolliert wird. Die Biobetriebe haben sich zusätzlich etwas zum Wohle unserer Umwelt einfallen lassen: Von jedem verkauften Na'bio-Produkt gehen 2 Cent an den Naturefund, der mit diesem Geld Wiederaufforstungsprojekte in Südamerika finanziert.
Viele gute Gründe, warum auch Sie Ihre Küche auf Bio-Kräuter umstellen sollten! Die Käuter lassen sich in der kalten Jahreszeit problemlos am Küchenfenster halten, wo man laufend die Mengen frisch schneiden kann, die gerade gebraucht werden. Im Sommer pflanzen Sie die Kräuter einfach in den Garten oder nutzen Sie sie weiter auf Balkon oder Terrasse.
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Die Kräuterspirale sieht nicht nur schön aus, sie optimiert auch die pflanzenbaulichen Voraussetzungen für den erfolgreichen Anbau von Küchenkräutern auf kleinstem Raum.
Im oberen, eher trockenem Bereich, pflanzen Sie die mediterranen Kräuter (Salbei, Thymian, Rosmarin, Estragon, Majoran, etc), im unteren, feuchteren , leicht schattigen Bereich, die heimischen Kräuter (Brunnenkresse, Sauerampfer, Waldmeister, Minze, etc). Die bekannten Küchenkräuter, wie Schnittlauch, Dill, Petersilie, Zitronenmelisse, gehören in den Übergangsbereich in einen humos-durchlässigen Boden.
Jedes Kraut erlebt zu einer bestimmten Zeit im Laufe des Sommers den Höhepunkt seiner Reife. Dann ist es besonders reich an Aroma- und Heilstoffen. Dies ist der Zeitpunkt der Ernte! Da jedes Kraut nach seinem individuellen Lebensrhythmus wächst muss man sich den günstigsten Erntezeitpunkt jeweils schlichtweg einprägen. Er kann sich durch Witterungseinflüsse z.T. erheblich verschieben.
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Jetzt bei uns erhältlich: Bärlauch (Allium ursinum)
Der Bärlauch erobert in den letzten Jahren die Herzen der Gärtner und Feinschmecker. Die weißen sternförmigen, schönen Blüten können ganze Bereiche unter schattigen Bäumen oder zwischen Ziergehölzen zieren.
Das würzige Kraut lässt sich vielseitig in der Küche verwenden, verliert jedoch beim Trocknen seine Würzkraft. Die frischen Blätter lassen sich nur in der Zeit von März bis maximal Ende Juli (dies ist auch die Verkaufssaison des Bärlauch) nutzen, danach zieht die Pflanze ein. Daher gilt: besser frühzeitig einige Pflanzen sichern!
Unser Rezeptvorschlag: Bärlauch-Suppe
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Von vielen Kräutern können Sie den täglichen Bedarf in der Küche vom Frühling bis in den Herbst decken. Ernten Sie bevorzugt früh morgens bevor die wertvollen ätherischen Öle in der Sonne verdunsten. Ernten Sie vorzugsweise durch Zupfen mit der Hand die obersten Blättchen und Triebspitzen.
Frisch gepflückte Gartenkräuter verwandeln einfach Alltagsgerichte in echte Leckerbissen:
- Kräutervinaigrette für Blattsalate
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Selber gesammelte Kräuter duften frisch aromatisch und sind wunderbar geschmacksintensiv. Auch hier gilt: morgens ernten, allerdings erst nachdem die Pflanzen abgetrocknet sind. Die Trocknungszeit für Kräuter sollte so kurz wie möglich sein, um einen Qualitätsverlust zu vermeiden. Legen Sie Blüten und Blätter luftig und locker verstreut auf einem Tablett aus und stellen Sie es regen- und sonnengeschützt auf. Fertig getrocknete Kräuter werden in einem dunklen Gefäß luftdicht aufbewahrt.
Mal heilend, mal erfrischend - Tees aus selbstgetrockneten Kräutern sind immer ein besonderer, willkommener Genuss:
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Kräuter gehören in der mediterranen Küche zu den wichtigsten Würzmitteln. Keine italienische Pasta, keine spanische Paella, kein provenzalisches Fischgericht kommt ohne die Aromen von Oregano, Thymian, Lorbeer, Salbei und Rosmarin aus.
Durch das Einlegen in Olivenöl lässt sich der mediterrane Duft besonders gut einfangen:
- Grillöl mit mediterraner Kräutern
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