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Planungstipps fürs Staudenbeet



 

12 Profi-Tipps fürs Staudenbeet

  • Achten Sie auf Blattstrukturen

Ein Staudenbeet lebt nicht nur von der Blüten- und Farbenvielfalt. Auch die unterschiedlichen Blattstrukturen machen das Beet interessant, vor allem in der blütenarmen Zeit. Kombinieren Sie großblättrige Stauden mit Pflanzen, die filigranes Laub haben. Klassisch für halbschattige Standorte sind Kombinationen aus Funkien (großblättrig) und Astilben (filigran).

  • Prachtstauden geben den Ton an

Die Beetplanung beginnt bei der Auswahl besonders auffälliger Leitstauden. Verteilen Sie zwei bis drei Arten einzeln oder in Gruppen auf der Beetfläche. Ihre Höhe ist relativ zu sehen. Verwenden Sie hier hohen Rittersporn, können auch die restlichen Stauden hoch sein. Wichtig ist, dass die Leitstauden dominant bleiben.

  • Langlebige Stauden erleichtern die Pflege

Viele Stauden sind relativ kurzlebig und müssen bereits nach drei bis vier Jahren geteilt werden, damit sie vital und blühfreudig bleiben. Wenn Sie ein möglichst pflegeleichtes Beet anlegen wollen, sollten Sie viele langlebige Arten verwenden. Dazu zählen unter anderem Pfingstrosen, Funkien, Christrosen, Taglilien, Geißblatt, Schaublatt.

  • Geschlossene Beetränder

Am Beetrand sollten Sie Stauden mit gedrungenem Wuchs platzieren, deren Blätter den Boden vollständig bedecken. Geeignet sind Lungenkraut, niedrige Storchschnabel-Arten, Purpurglöckchen. Für einen schönen Beetabschluss sorgen auch Zwerggehölze, wie die Zwerg-Spiere 'Little Princess' oder Einfassungsbuchs.

  • Weniger ist manchmal mehr

Vermeiden Sie bei der Planung des Staudenbeetes ein Sammelsurium sehr vieler verschiedener Arten. Mit wenigen, nach Blütezeit und -farbe ausgesuchten Pflanzen, erzielen Sie bessere Wirkung. Einige Pflanzen sind besonders bei flächiger Anordnung attraktiv, zum Beispiel Frauenmantel, Storchschnabel und Gold-Felberich.

  • Stauden nicht zu dicht pflanzen

Bei der Beetanlage werden Stauden oft zu dicht gesetzt. Das Beet sieht dann zwar zunächst vollständiger aus, aber spätestens im dritten Standjahr stehen die Stauden so eng, dass Sie einzelne Pflanzen wieder herausnehmen müssen. Manche Wuchsformen brauchen Platz, um richtig zur Geltung zu kommen, so auch bei Katzenminze und vielen Storchschnabel-Arten.

  • Richtige Pflanzenwahl für den Standort

Optimale Wuchsbedingungen für alle Gartenstauden gibt es in keinem Garten. Entweder ist der Boden zu trocken oder zu nass und schwer. Verwenden Sie daher nur Pflanzenarten, die mit den vorherrschenden Bedingungen zurechtkommen. Zwingen Sie keine Stauden in Ihren garten, die Sie zwar mögen, aber vom Standort nicht passen - Sie werden langfristig keine Freude an diesen Pflanzen haben!

  • Ruhepole im Staudenbeet

Bein Betrachten eines bunten Staudenbeetes sehnt sich das Auge zuweilen nach einem ruhigen Bezugspunkt. Das kann eine grüne Hecke im Hintergrund, eine Buchsbaumkugel oder eine schöne Blattschmuckpflanze sein. Auch Pflanzen mit weißen Blüten (z.B. Rosen) können das Farbenfeuerwerk entschärfen.

  • Vorsicht: Beetpflanzen sind Konkurrenten

Alle Gartenpflanzen konkurrieren um Licht, Wasser und Nährstoffe. Achten Sie darauf, dass benachbarte Arten im Beet ungefähr die gleiche Durchsetzungskraft haben, sonst wird die schwächere bald verschwinden.

  • Ton in Ton, statt kunterbunt

Kunterbunte Beete haben ihren Reiz, aber auch die Nuancen eines einzigen Farbtons bieten interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Je feiner die Farbabstimmungen der Ton-in-Ton-Kombinationen sind, desto besser kommen die Blütenformen zur Geltung. Rosa- und Lilatöne, wie bei Rotem Sonnenhut, Phlox oder Agastache sind besonders häufig und leicht zu gestalten.

  • Vorsicht: Einige Arten verwildern

Bei einigen Arten, wie Phlox, Lupinen oder Akelei, sollten Sie regelmäßig die welken Blütenstände abschneiden. Nur auf diese Weise verhindern Sie eine Selbstaussaat, wobei die Sämlinge oft Eigenschaften der Wildarten annehmen. Sie sind meist sehr wüchsig und können die Edelsorten verdrängen.

  • Zweijährige lockern das Beet auf

Kurzlebige Blütenpflanzen, wie Fingerhut, Wald-Scheinmohn und Pfingstveilchen sorgen dafür , dass sich das Staudenbeet Jahr für Jahr verändert. Sie säen sich aus und tauchen ein paar Meter weiter wieder auf. So entsteht ein natürliches Bild. Mögen Sie diesen wilden Charme, dann sollten Sie diese Pflanze unbedingt berücksichtigen.

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