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Indian Summer - Gartengehölze mit auffallend schöner Herbstfärbung


Der Begriff "Indian Summer" ist geprägt von der unglaublichen Farbenpracht der Laubwälder in den Neuengland-Staaten (Maine, Rhode Island, Connecticut,New Hampshire, Vermont und Massachusetts) Nordamerikas. Hervorgerufen wird diese Farbenpracht durch die kalten Nächte bei relativ warmen, sonnigen Tagen. Der Effekt unterschiedlicher Farbnuancen wird durch die Artenvielfalt in den Laubmischwäldern (verschiedene Ahornarten, zahlreiche Eichenarten und andere lokale Baumarten) verstärkt. Die Bäume produzieren auf Grund der Temperaturschwankungen eine korkhaltige Substanz, die den Flüssigkeitsaustausch zwischen Blättern und Ästen blockiert. Dadurch sinkt der Chlorphyllanteil im Blatt, der für das Blattgrün zuständig ist und die Blätter erscheinen in den schönsten Farben. Der Name "Indian Summer" begründet sich auf eine alte indianische Legende, wonach das Rot der Bäume das Blut eines erlegten Bären symbolisieren soll.

Der Indian Summer ist vergleichbar mit unserem Altweibersommer, einer spätsommerlichen Schönwetterperiode, die mit großer Häufigkeit ab Ende September, durch den Oktober, bis Mitte Ende November, auftritt. Die Ereignisse im November beschränken sich meist auf Osteuropa. Der Altweibersommer wird auch oft als "Goldener Oktober" bezeichnet. Mit ihm geht auch bei uns eine prächtige Laubfärbung in den Wäldern einher.

Herbstliche Laubfärbung im Garten

Die alljährlich wiederkehrende Laubfärbung mit ihren Reizen erfreut uns, obwohl je nach Witterungsverlauf unterschiedlich stark ausgeprägt, auch in unseren Gärten. Die Herbstfärbung sollte als zusätzliches Gestaltungselement bei der Gartenplanung mit berücksichtigt und gezielt eingesetzt werden. Da der Herbst vergleichsweise blütenarm ist, kommt den anderen Gestaltungselementen besondere Bedeutung zu! Mit herbstfärbenden Pflanzen lassen sich daher nochmals Höhepunkte im Garten setzen, bevor die Winterruhe Einzug hält.

Daher stellen wir Ihnen hier die bedeutensten Laubgehölze mit auffallend schöner Herbstfärbung vor:


Spitzahoern mit goldgelber Herbstfärbung

  • Ahorn-Arten

    Zu den schönsten Herbstfärbern zählen sicherlich die verschiedenen Ahorn-Arten, von denen viele zu unseren Gartengehölzen zählen. Der bei uns verbreitete Spitzahorn (Acer platanoides) mit seiner schönen goldgelben Herbstfärbung wird sicher für die meisten Gärten zu groß und findet sich meist nur in größeren Anlagen und der freien Natur.
    Empfehlenswert sind eine Reihe mittergroß wachsender Arten(6-10 m), wie Feuerahorn (A. ginnala), Zimtahorn (A. griseum), Kanadischer Ahorn (A. rubrum) und der Streifenahorn (A. rufinerve). Der Acer rubrum entfaltet eine besonders intensive, tiefrote Färbung, die allerdings nur bei sonnigen Standort und auf leicht sauren Böden voll zur Geltung kommt.
    Für kleinere Flächen und zur Pflanzung in größere Kübel empfehlen sich die schwach wachsenden Sorten von Acer japonicum und Acer palmatum, die je nach Sorte meist nur 1-3 m hoch werden.

Amberbaum Ende Oktober

  • Amberbaum (Liquidambar styraciflua)

    Der Amberbaum ist amerikanischer Herkunft und ist bei uns der Inbegriff des Indian Summer. Der Amberbaum bildet einen schönen, pyramidal aufgebauten Hausbaum, der allerdings durchaus 15 m und höher wird. In den ersten Jahren ist der Amberbaum gut im Kübel zu halten, muß allerdings spätestens nach 4-5 Jahren ausgepflanzt werden.
    Der Baum ist wüchsig und anspruchslos und zeigt über Sommer eine ansprechend grüne Belaubung. Im Alter zeigen die Triebe unregelmäßige, tief gefurchte Korkleisten.
      
    Ab Anfang Oktober ändert sich die Laubfärbung von grün über gelb nach violett. Im Spätherbst steht der Baum in tiefvioletten Flammen - er ist daher ein klassisches Solitärgehölz!

Essigbaum mit optimaler Kontrastwirkung vor Koniferen

  • Essigbaum (Rhus typhina)

    Der Essigbaum ist ein unverwüstlicher, anspruchsloser Strauch, der allerdings auch einiges an Raum benötigt. Besonders empfehlenswert ist die Sorte Rhus typhina 'Dissecta', die sich auch für kleinere Gärten eignet und besonders schönes geschlitztblättriges Laub hat.
    Die Herbstfärbung variiert von gelborange bis scharlachrot. Über Winter zeigen sich die Früchte als aufrechte Kolben an den Triebenden.

     

Kupfer-Felsenbirne

  • Felsenbirne (Amelanchier

    Von der Felsenbirne gibt es im wesentlichen die drei Arten A. laevis, A. lamarckii und A. ovalis. Am bekanntesten und verbreitesten ist die Kupferfelsenbirne (A. lamarckii).
    Die Kupfer-Felsenbirne stammt aus dem Nordosten der USA und findet sich heute wegen seiner vielen positiven Eigenschaften in sehr vielen Gärten. Es handelt sich um einen Großstrauch, der meist mehrstämmig wächst und 5-8 m hoch wird. Das Laub ist im Austrieb kupferrot, über Sommer grün und wechselt im Herbst in eine prächtige orangerote Färbung. Die Felsenbirne ist ein wertvoller Frühlingsblüher (April), der eßbare, saftige, blauschwarze Beeren hervorbringt.

Ginkgolaub mit goldgelber Färbung im Herbst

  • Ginkgo / Fächerblattbaum (Ginkgo biloba)

    Der Gingo ist eine der ältesten Gehölzarten der Erde (seit rund 200 Millionen Jahren). Ginkgo-Arten waren bis vor 30 Millionen Jahren in Europa heimisch, wurden aber durch die Eiszeit in die Bergwälder Asien zurückgedrängt. In Asien wird der Baum als Heiligtum verehrt und auch bei uns wird der geschichtsträchtige Baum immer beliebter.
     Der Ginkgo bildet mit seinem lockeren, fächerförmigen Kronenaufbau eine eigenartuge Erscheinung, die die außergewöhnliche Blattform noch unterstreicht. Am schönsten ist das Laub im Spätherbst, wenn das reine Gelb alle anderen Herbstfarben in den Schatten stellt!
    Der Fächerblattbaum ist äußerst anspruchslos und robust und gedeiht selbst auf Problemstandorten. Er wird mit 20-30 m leider sehr hoch und erreicht ein Alter bis 1000 Jahre.

Cornus alba 'Sibirica'

  • Hartriegel-Arten (Cornus ssp)

    Die Gattung Cornus ist in der Verwendung für den Garten unglaublich vielfältig. Besonders spektakuläre Bilder bietet uns der Sibirische Hartriegel (Cornus alba 'Sibirica'), der auch noch nach dem Laubfall im Winter mit seiner auffallend roten Rinde einiges zu bieten hat.
    Aber auch andere Arten, wie der Vorfrühlingsblüher Cornus mas (die Kornelkirsche) zeigen eine schöne, rotbraune Herbstfärbung, wobei zum Teil noch die bis 2 cm großen, ovalen, leuchtend roten Früchte zieren.
    Der japanische Blumenhartriegel (Cornus kousa var. chinensis) zeigt ebenfalls ein schrlachrotes Herbstkleid.

Korkspindelstrauch

  • Korkspindelstrauch (Euonymus alatus)

    Der Korkspindelstrauch, auch als geflügeltes Pfaffenhütchen bekannt, bietet eine recht früh einsetzende, aber nicht minder intensive Herbstfärbung. Das Gehölz bleibt mit 2-3 m recht klein und ist ideal zur Pflanzung in den Vorgarten oder auch zur Kübelbepflanzung. Nach dem Laubfall kommen die auffälligen, bis 4 cm breiten Korkleisten zu Tage, die das Kleinod auch im Winter zum interessant erscheinen lassen.
    Das gewöhnliche Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) und der Sachalin-Pfaffenhut (Euonymus planipes) bilden ebenfalls prächtigen Herbtschmuck, sie werden aber deutlich größer (bis 6 m) und haben keine Korkleisten.

Beeindruckende Herbstfärbung beim Parthenocissus

  • Wilder Wein (Parthenocissus)

    Bei den Kletterpflanzen ist es vor allem der Wilde Wein (Parthenocissus), der im Herbst seinen größten Auftritt hat. Seine Blätter färben sich in leuchtende Rottöne, im Schatten sind es eher Orange- und Gelbtöne. Lässt man den Wilden Wein in anders farbene Gehölze hineinwachsen, ergeben sich höchst an sprechende Kombinationen.
    Der Wilde Wein ist ein robuster und wüchsiger Selbstklimmer, der rasch wächst und durchaus Höhen über 10 m erreichen kann. Mit seinen Haftscheiben ist er in der Lage ganze Hausmauern, alte häßliche Gartenmauern oder Zäune zu begrünen.

Die hier vorgestellten Gehölze gehören zu unserem Standardsortiment und sind in der Regel ganzjährig, in verschiedenen Größen und Qualitäten, verfügbar.


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