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Winterschutz - Überwinterungstipps für Kübelpflanzen
Das Thema Winterschutz ist jetzt wieder brandaktuell. Häufig werden dabei nur mediterrane Pflanzen bedacht, ohne zu berücksichtigen, das auch durchaus bei uns grundsätzlich winterharte Pflanzen im Kübel zusätzlicher Pflege bedürfen. Wir wollen daher das Thema etwas weiter und differenzierter darstellen, um der Individualität des Pflanzenspektrums gerecht zu werden:
Welche konkreten Maßnahmen zum Winterschutz erforderlich sind, hängt in erster Linie vom Heimatstandort der Kübelpflanze ab. Viele Kübelpflanzen werden viel zu früh (bereits ab Oktober) ins Winterquartier geholt, könnten aber, zumal mit leichten Schutz, durchaus bis November/Dezember, im Freien verbringen. Grundsätzlich ist für Ihre Pflanzen der Standort im Freien besser als das zu frühe Einräumen an schlecht geeignete Winterstandorte, wie dunkle, warme Keller. Das zu frühe Einräumen ist, neben dem Übergießen, in den Wintermonaten die häufigste Ursache für das Eingehen der sonnenhungrigen Kübelpflanzen. Detaillierte Pflege- und Überwinterungstipps zu den wichtigsten Kübelpflanzen können Sie unter Garden / Kübelpflanzen entnehmen.
- Eine Ausnahme bilden hier die Pflanzen tropischen Ursprungs, die in den Sommermonaten zwar gerne im Freien stehen und uns auf Balkon und Terrasse erfreuen, aber absolut keinen Frost vertragen. Dazu zählen Zimmerhibiskus, Zierbanane oder Papyrus. Sie müssen also vor den ersten Frösten (meist im Verlaufe des Oktober) ins Haus geholt werden. Oft finden sie einen Platz im Wohnzimmer, wo sie einen genügend hellen und warmen Standort bekommen.
- Die große Menge bekannter Kübelpflanzen ist im Mittelmeerraum zu Hause, wo diese Pflanzen durchaus Frostgrade gewohnt sind. Bekannte Arten wie der Feigenbaum, Granatapfel, Maulbeerbaum, Mittelmeerzypresse und Mittelmeerschneeball lassen sich im Rheinland ausgepflanzt mit entsprechenden Winterschutz sogar im Freien überwintern. Zu den etwas sensibleren Pflanzen zählen Oleander, Oliven, Lorbeer, Zistrosen, die ab 5-10 Frostgraden zwar verräumt werden müssen, aber eben doch über weite Zeiträume draußen bleiben können.
- Eine zweite Pflanzengruppe entstammt dem asiatischen Raum, ist aber klimatisch sehr ähnlich einzustufen. Pflanzenbeispiele aus dieser Gruppe sind u.a. die Hanfpalme, Kamelie, Aucube, und zahlreiche Bambus-Arten.
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Die genannten Pflanzenbeispiele müssen bei stärkeren Nachtfrösten geschützt werden. Dabei sind Ihrer Phantasie oder der Verfügbarkeit der Materialien keine Grenzen gesetzt. Es gibt allerdings einige grundsätzliche Regeln:
Vermeiden Sie unbedingt das Durchfrieren des Topfes durch unterlegen von Holz, Styropor oder formschöne Terracotta-Füsse (Bild links)
benutzen Sie zum Einpacken der Pflanzen nie Plastikfolien, sondern luftdurchlässige Matten oder professionelles Frostschutzvlies (Bild Mitte)
arbeiten Sie zum Schutz von Gefäß und Pflanze mit gut isolierenden Materialien, wie trockenes Laub oder Stroh oder Luftpolsterfolie
(Bild rechts)
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Schließlich bleibt noch eine bedeutende Gruppe Kübelpflanzen zu erwähnen, die leider allzu oft vernachlässigt wird. Es handelt sich um Gehölze, die bei uns, ausgepflanzt in den Garten, frosthart sind, jedoch als Kübelpflanzen unter Umständen versagen. Es handelt sich fast ausnahmslos um immergrüne Pflanzen, wie Kischlorbeer, Cotoneaster, Rhododendron & Azaleen, Glanzmispel (Photinia), Buchs und Bambus.
Diese Immergrünen verdunsten auch im Winter Wasser. Bei Dauerfrost können diese Pflanzen daher schnell Trockenschäden erleiden. Ein Phaenomen, das dem Fachmann unter dem Namen Frosttrocknis bekannt ist. Giessen Sie daher Ihre immergrünen Kübelpflanzen im Winter bei frostfreier Witterung immer wieder. Wichtig ist daher auch eine gute Drainage und die Verwendung hochwertiger Kübelpflanzenerde, die zwar eine gute Wasserspeicherkapazität hat, aber trotzdem Überschusswasser sicher abführt.
Daneben versuchen Sie durch die Verwendung von Terracotta-Füsschen und Umbauen der Gefäße ein Durchfrieren zu verhindern. Neben den Naturmaterialien wie Laub und Stroh werden Kokosmatten (Bild rechts unten) oder Luftpolsterfolie zur Isolierung verwendet.
Schutz vor sehr kalten Ostwinden, aber auch vor intensiver Strahlung bei Schneelagen (Gefahr von Sonnenbrand), bieten Schilfrohrmatten, die entsprechend positioniert werden (Bild unten links).
Sollten Ihre Pflanzenschätze trotz beschriebener Schutzmassnahmen Schaden nehmen, liegt dies möglicherweise daran, dass die Pflanzen ihre Winterhärte nicht voll erreicht haben bzw. die einmal erlangte Winterhärte gebrochen wurde, d.h. sich die Pflanze bereits wieder im (nicht sichtbaren) Antrieb befindet. Daher raten wir Ihnen dringend folgende Punkte zu beachten:
- Düngen und Schneiden Sie die Pflanzen ab August nicht mehr, damit ein Triebabschluss stattfindet und die Triebe noch gut ausreifen (verholzen) können
- Kübelpflanzen, die im Kübel im Freien frosthart sind, nicht Ein- und Ausräumen - dadurch wird erlangte Frosthärte gebrochen
- mediterrane Kübelpflanzen, die noch lange draußen stehen, nach Möglichkeit nicht dauernder Nässe aussetzen, sondern regengeschützt aufstellen, damit Wurzelschäden vermieden werden.
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Weitere Tipps und Anregungen zum Thema "Winterschutz" können Sie unserem Tipp zum Thema entnehmen, den Sie hier Herunterladen.
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