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16. Dezember 2018 Sonntagsverkauf 12 -17 Uhr
 mit großem Weihnachtsbaumverkauf

Alte (historische) Obstsorten aus eigener Produktion

Über Jahrhunderte waren Dörfer und Landschaften in allen Regionen Deutschlands von hochstämmigen Obstbäumen geprägt. Die Früchte trugen maßgeblich zur menschlichen Ernährung bei. Gepflanzt wurden fast ausschließlich hohe, starkwüchsige Bäume, unter deren Kronen weitere Bewirtschaftung (Weideflächen) möglich war.
Etwa ab 1935 keimte in den bäuerlichen Betrieben und den Gemeinden die Erkenntnis, daß der extensive Hochstammanbau ökonomisch unwirtschaftlich ist. Die verstreut auf Äckern und Wiesen stehenden Bäume behindern den Maschineneinsatz, der Pflege- und Ernteaufwand ist enorm hoch, die Früchte waren oft wenig ansehnlich und nur zur eigenen Verwertung zu gebrauchen.
Nachfolgend wurden diese zum Teil historischen Obstbaumbestände vernachlässigt bzw massiv gerodet und durch moderne Niederstammanlagen ersetzt.

Erst seit etwa 1980 besinnt man sich in der Öffentlichkeit zunehmend auf die ökologische Bedeutung und den landschaftsprägenden Wert der stattlichen, großkronigen Obstbäume. Die Baumschule Ley produziert seit 1891 Obst-Hochstämme - heute auf rund 30 Hektar Obstbäume mit vielen regionalen Spezialitäten, traditionellen Sorten und Raritäten. Seit 2010 ist die Baumschule Ley als Produzent für seine "Alten Obstsorten" bei der Regionalmarke Eifel registriert.

Streuobstwiese, blühend im Frühjahr
Baumschulquartier der Baumschule Leymit Obst-Hochstämmen
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In der Zeit von 1958 bis 1978 wurden in der Bundesrepublik praktisch keine Obsthochstämme in der freuen Landschaft gepflanzt. Dem gegenüber haben sich viele Bundesländer und Gemeinden heute zum Ziel gesetzt wieder 10 bis 15 % des Obst-Hochstammbestandes zu erreichen, der um 1900 vorhanden war. In vielen Regionen, wie zum Beispiel der Eifel, wird dies u.a. durch engagierte Streuobstwiesenvereine versucht.

Die Neuanlage von Streuobstwiesen und Feldhainen mit Obst-Hochstämmen hat neben der Ernte der Früchte wesentliche landschaftsästhetische und ökologische Vorteile:

  • Wind-, Boden- und Wasserschutz, insbesondere an unzugänglichen Hanglagen (Beispiel Hocheifel)
  • Rückzugs- und Lebenraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, z.B. Brutstätten für viele Vogelarten oder Standort für Bienenvölker (in Kombination mit Imkerei)
  • Bereicherung der Orts- und Landschaftsbilder - Streuobstbestände als Gliederungsmittel in der Landschaftsgestaltung, z.B. durch raumbildende Pflanzanordnungen.
Obstwiese mit Obst-Hochstämmen im Winter

Auswahlkriterien für anbauwürdige Sorten von Obst-Hochstämmen für den Streuobstanbau

 

  • Größe und Form der Kronen
    Neben den starkwüchsigen, großkronigen Sorten, entwickeln manche Sorten nur mittelgroße Bäume. Während die großkronigen Hochstämme für die Landschaftsgestltung von großen Wert sind, empfehlen sich die schwächerwüchsigen Bäume wegen einfacherer Bewirtschaftung eher für Obstanlagen innerhalb und ausserhalb von Siedlungsbereichen.
     
  • Lebensdauer und Regenerationsvermögen
    Bevorzugung verdienen Sorten, die viele Jahrzehnte vital bleiben. Von Bedeutung kann dabei auch ein bekanntesmaßen hoher Regenrationsvermögen einer Sorte sein.
     
  • Geringe Schnittbedürftigkeit
    Erwünscht sind Sorten, die einen möglichst geringen Schnittaufwand erfordern und natürlicherweise eine lockere, gut verzweigte Krone bilden. Der langfristige Erfolg einer Pflanzung ist fraglich, wenn dieses Kriterium bei der Sortenauswahl außer Acht gelassen wird, später aber nicht für einen regelmäßigen Schnitt gesorgt werden kann.
     
  • Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall
    Viele der Alten Obstsorten erweisen sich als außerordentlich robust gegenüber Pilzerkrankungen und Schädlingen, wie z.B. Blutlaus, Apfel- und Birnenschorf, Mehltaupilze oder Obstbaumkrebs. Es sollten gezielt Sorten gewählt werden, die weitestgehend ohne Pflanzenschutzbehandlungen zurecht kommen. Pflanzenschutzmaßnahmen sollten auf das Jungbaumstadium beshränkt bleiben bzw sich auf vorbeugenden Pflanzenschutz konzentrieren (z.B. Nützlingsschutz, Baumpflege durch Schnittmaßnahmen, Leimringe, etc).
Apfel-Hochstämme im Container im Herbstversand
Birnen-Hochstämme im Container im Herbstversand

Grundsätzlich sollte sich die Sortenwahl bei einer Streuobst-Neuanlage an lokal typischen Sorten ausrichten. Diese sind an die anzutreffenden Klima- und Bodenbedingungen am ehesten angepaßt.  Eine Übersicht über empfehlenswerte Sorten bietet die NABU-Liste für den Streuobstbau.

 

Viele der genannten Sorten können Sie über unseren Onlineshop beziehen. Die Obst-Hochstämme versenden wir bundesweit per Spedition. Die Obst-Hochstämme im Container sind bereits 2-mal verpflanzt und haben Stammstärken von 8-10-12 cm (Umfang gemessen in 1m Höhe). Die Stammhöhe liegt bei 180 (-200) cm, die Kronen sind um 100 cm hoch. Daraus ergeben sich Baumlängen von 300 bis 350 cm!

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