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16. Dezember 2018 Sonntagsverkauf 12 -17 Uhr
 mit großem Weihnachtsbaumverkauf

Der Kräutergarten

Geschichtliches zur Verbreitung der Kräuter

Die Geschichte der Kräuter ist Jahrtausende alt. Schon in der Steinzeit, Ausgrabungen beleben dies, wurden Kräuter gesammelt. Mit dem Sesshaftwerden der Menschen wurden die ersten Kräuter angebaut.

Im alten Ägypten wurden Kräuter vornehmlich für Salben, Parfüms und Körperöle angebaut. In der griechischen und römischen Antike wurden die Heilkräuterlehre vorangetrieben.

Mediterrane Kräuter, wie Salbei, Thymian, Rosmarin und Co kamen durch römische Soldaten nach Germanien. Hier wurde das Wissen über die Heilkraft der Kräuter über Jahrhunderte in den Klostergärten gehütet. Die Klostergärtner sorgten durch das systematische Anlegen von Kräuter- und Arzneigärten für eine weitere Verbreitung, die sich im Laufe der Jahrhunderte auf die umliegenden Bauerngärten ausdehnte.

Im Mittelalter waren Kräuterkunde und Hexenglaube untrennbar miteinander verbunden. Insbesondere Frauen mit ausgeprägten Wissen um die Heilkraft der Kräuter endeten oft auf dem Scheiterhaufen. Erst die Erfindung des Buchdruckes (um 1450 n.Chr.) machte es möglich die Heilkräuterlehre weiter zu verbreiten. Im Zeitalter der Industrie und Technik brach das Interesse an Kräutern ab und viele Rezepte gerieten in Vergessenheit.

Heute erleben die Kräuter wieder eine Renaissance als wirksame Medizin bei zahlreichen Alltagsbeschwerden und als Würzkräuter in der modernen Küche.

Details hierzu entnehmen Sie unserer Kräuterliste .

Klassischer Aufbau alter Klostergarten
Klassischer Aufbau alter Bauerngarten
Kleiner Kräutergarten mit Lavasteinen verbaut

Zum Herunterladen unserer Kräuterliste und der Rezeptvorschläge benötigen Sie den kostenlosen Acrobat Reader von Adobe!

Kräutergarten-Typen

Auch die Verwendung in der heutigen Gartenlandschaft lässt viele Möglichkeiten offen. Ein Kräutergärtchen lässt sich immer auf nur wenigen Quadratmetern gestalten. Im Zusammenspiel mit Stauden (Margeriten, Gemswurz, Glockenblumen, Schafgarbe) und einjährigen Sommerblumen (Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Königskerzen und Malven) ergibt sich stets ein fröhlich-buntes Bild. Dabei ist die Grenze zwischen Zier- und Nutzpflanzen oft fließend, wenn dekorative Kräuter, wie Lavendel, Salbei, Ysop, Origano, Indianernessel, Thymian und Tripmadam, um nur einige zu nennen, eingebaut werden.

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Der Bauerngarten

Gestaltungsmöglichkeiten sind so zahlreich, wie die Größe und Formen der Gärten. Ein klassisches Beispiel ist der bunte Bauerngarten nach dem Vorbild der Klostergartenanlagen, die keine Trennung zwischen Zier- und Nutzgarten kannten.
Dabei wird das Areal streng symmetrisch in gleich große Beete aufgeteilt. Der strenge Rahmen wird durch die Farbenfülle gemildert: Küchen- und Heilkräuter wachsen mit Stauden und Sommerblumen nebeneinander. Die kleinen Beete erleichtern Pflege und Ernte. Als Material für die nicht zu schmalen Wege eignet sich allerlei Material. Holzpflaster oder Rindenmulch passen sich eher in den naturgemäßen Kräutergarten, kiesbestreute Wege erinnern an alte Bauern- und mediterrane Gärten.

Feste Regeln bei der Gestaltung der Kräutergärten gibt es nicht.
Geometrie und Materialverwendung liegen ganz im Ermessen des Kräutergärtners.

Geometrische Aufteilung bei der Anlage eines klassischen Bauerngartens
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Mobiler Kräutergarten

Auch der Nicht-Gartenbesitzer muss nicht auf die Vorzüge der Kräuter verzichten, sofern ein kleines Plätzchen auf Balkon oder Terrasse zur Verfügung steht. Vor einer warmen, geschützten Südwand gedeihen vor allem mediterrane Kräuter in Töpfen, Schalen und Kisten bestens. Süd-West-Lagen eigen sich auch vorzüglich für alle heimischen Kräuter. Kalte, sonnenarme Nord- und Ostlagen sind gänzlich ungeeignet.

Dekorative Kübelpflanzen, wie Lorbeerbäumchen, Rosmarin- und Lavendel-Stämmchen, Myrten oder Rosen lockern das Bild auf dem Balkon / Terrasse auf. Dazwischen halten Sie mehrjährige Kräuter (Salbei, Oregano, Thymian, Zitronenmelisse, Minze) und säen ein- und zweijährige (Basilikum, Dill, Koriander, Kresse, Ringelblume, Kapuzinerkresse) aus.
Vor allem duftende Kräuter sind willkommen und verbreiten einen südlichen Flair! Besonders schön wirkt der mobile Kräutergarten bei der Verwendung unterschiedlicher Terracotta-, Steingut- und Holzgefäße. Je größer die Gefäße sind, desto bessere Lebensbedingungen bieten sie den Pflanzen. Die Wurzeln können sich dann besser ausbreiten und finden mehr Wasser und Nährstoff.

   

Mediterrane Kräutertöpfe zum Bepflanzen von Kästen und Schalen

Pflege von Kräutern im Topf

  • besonders wichtig beim Pflanzen sind eine gute Drainage aus Tonscherben Bimskies, Blähton oder Lava (mindestens 5-10 cm)
  • Verwenden Sie nur spezielle Kräutererden oder magern Sie Blumenerde durch Zusatz von 30-50% Sand ab
  • Kräuter im Topf haben einen erhöhten Wasserbedarf - gießen Sie (bevorzugt) morgens oder abends
  • Düngen Sie nur mäßig in der Wachstumszeit und verwenden Sie nur speziellen, salzarmen Kräuterdünger

Winterschutz von Kräutern im Topf

  • winterharte Kräuter können geschützt (dicht beieinander an der Hauswand) draußen überwintern
  • Töpfe auf Styroporuntersetzer oder Luftpolsterfolie stellen, oberirdische Triebe mit Nadelreisig oder Frostschutzvlies abdecken
  • Immergrüne Arten während frostfreien Perioden immer wieder gießen
  • nicht winterharte Arten frostfrei im Haus (hell bei 5-10°C) überwintern
  • Leichter Rückschnitt aller Topfkräuter zum Winterausgang
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Erfolgreich Gärtnern mit Kräutern

Die günstigste Pflanzzeit für winterharte Kräuter liegt im Frühjahr, in der Zeit von März bis Mitte Mai. Der Standort sollte möglichst sonnig, in Wohnhausnähe und gut von der Küche aus erreichbar sein. Kräuter sind pflegeleicht. Außer gelegentlichem Jäten und Gießen während Trockenperioden im Sommer fallen kaum Pflegearbeiten an.

Zur Erstausstattung eines Vier-Personenhaushaltes empfehlen wir 6 Petersilien- und Dillpflanzen, 2-3 Schnittlauchpflanzen, je 1 Pflanze Zitronenmelisse, Pimpinelle, Minze, Basilikum, Salbei, Majoran, Estragon, Thymian und Rosmarin.

Extra Tipps zum Pflanzen und Pflege Ihrer Gartenkräuter

  • Kräuter wollen immer sonnig und windgeschützt stehen - ideal sind Plätze vor Mauern oder Hecken mit täglich mindestens 5-6 Stunden Sonne
  • die meisten Kräuter lieben einen durchlässigen, eher nährstoffarmen Boden - lockern Sie den hiesigen schweren Lehmboden durch Zugabe eines groben Sandes oder Lavagranulat mindestens spatentief
  • vor allem die mediterranen Kräuter lieben kalkhaltigen Boden - messen Sie vor dem Pflanzen den ph-Wert des Bodens, der bei 6,0 bis 6,5 liegen sollte. Bei niedrigeren Werten mit Gartenkalk (Dolomitkalk) den ph-Wert erhöhen
  • Vermeiden Sie den Einsatz von mineralischen Düngern - sie beeinflussen Wachstum und Geschmack der Kräuter negativ. Verwenden Sie vor dem Pflanzen und in jedem Frühjahr eine Gabe (ca 3 cm Schichthöhe) reifen Kompost, den Sie mit Laub, Rasenschnitt oder Rindenmulch abdecken, damit er nicht austrocknet (starkzehrende Kräuter benötigen eine zweite Gabe im Juni/Juli)
  • Steine speichern Wärme und sollten daher im mediterranen Kräutergarten mit eingearbeitet werden
  • Kaufen und Pflanzen Sie nur Kräuter, die gesund und vital aussehen- vor dem Pflanzen in Wasser tauchen, bis keine Blasen mehr aufsteigen
  • Beim Pflanzenschutz sollten Sie auf chemische Mittel verzichten - fördern Sie natürliche Antagonisten und setzen Sie Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm- oder Brennnesselbrühe) ein
  • strauchartig wachsende Kräuter, wie Lavendel und Salbei werden mäßig nach der Blüte zurückgeschnitten, im Frühjahr (ca März) nochmals kräftig um ca 1/3 geschnitten, jedoch auf keinen Fall ins alte Holz schneiden
  • Schneckenplagen lassen sich bei den meist kleinen Kräutergärtchen gut mit Schneckenblechen abwehren
Mediterrane Kräuter sind dekorativ und nützlich zugleich
Kräuterschnecke mit mediterranen und heimischen Küchenkräutern
Zitronenverbene (lippia citriodora) in Blüte

La'Bio Küchen- und Gartenkräuter

Unter dem Namen La'Bio werden unter anderen Küchen- und Gartenkräuter rein biologisch und ohne Zusatz von Mineraldüngern und Pflanzenschutzmittel hergestellt. Die Biokräuter sehen nicht nur klasse aus, sie haben auch einen besseren, intensiveren Geschmack gegenüber den konventionell produzierten Kräutern und schonen die Umwelt. Wir führen daher beinahe ganzjährig ein breites Sortiment an Na'Bio-Kräutern.

La'Bio Logo

Aber auch Starköche, wie der bekannte TV-Koch Johann Lafer, schwören mittlerweile auf die Na'bio-Kräuter. Johann Lafer unterhält auf seiner Stromburg einen Kräutergarten, der ausschließlich mit Biokräutern bepflanzt wurde, die intensiv in seiner Küche Verwendung finden.

Die Vorteile der Bio-Kräuter liegen auf der Hand:

  • Bio-Produkte sind praktisch rückstandsfrei von Pestiziden und Nitraten
  • Kräuter aus biologischem Anbau schmecken besser, da der Wasseranteil geringer ist.
  • Bio-Produkte sind rein, natürlich und voller im Geschmack.
  • Bio-Lebensmittel sind besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen und gesundheitsfördernden Flavonoiden und Antioxidanten
  • Bio-Produkte verzichten auf Gentechnik und synthetische Düngergaben
  • Schutz von Boden und Erhaltung der natürlichen Resourcen durch Verzicht auf ertragreiche Monokulturen.

Die Na'Bio-Kräuter wachsen allesamt in qualifizierten Gartenbaubetrieben im Rheinland und am Niederrhein, wo die Produktion laufend kontrolliert wird. Die Biobetriebe haben sich zusätzlich etwas zum Wohle unserer Umwelt einfallen lassen: Von jedem verkauften Na'bio-Produkt gehen 2 Cent an den Naturefund, der mit diesem Geld Wiederaufforstungsprojekte in Südamerika finanziert.

Viele gute Gründe, warum auch Sie Ihre Küche auf Bio-Kräuter umstellen sollten! Die Käuter lassen sich in der kalten Jahreszeit problemlos am Küchenfenster halten, wo man laufend die Mengen frisch schneiden kann, die gerade gebraucht werden. Im Sommer pflanzen Sie die Kräuter einfach in den Garten oder nutzen Sie sie weiter auf Balkon oder Terrasse.

Bis zu 100 verschiedene Kräutersorten werden mittlerweile von La'bio vertrieben!

Kräutergarten Johan Lafer auf der Stromburg
La'Bio Kräuter in der Produktion
La'bio Kräuter im SÄNGERHOF
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Kräuter in der Verwendung

Jedes Kraut erlebt zu einer bestimmten Zeit im Laufe des Sommers den Höhepunkt seiner Reife. Dann ist es besonders reich an Aroma- und Heilstoffen. Dies ist der Zeitpunkt der Ernte! Da jedes Kraut nach seinem individuellen Lebensrhythmus wächst muss man sich den günstigsten Erntezeitpunkt jeweils schlichtweg einprägen. Er kann sich durch Witterungseinflüsse z.T. erheblich verschieben.

Frische Kräuter

Von vielen Kräutern können Sie den täglichen Bedarf in der Küche vom Frühling bis in den Herbst decken. Ernten Sie bevorzugt früh morgens bevor die wertvollen ätherischen Öle in der Sonne verdunsten. Ernten Sie vorzugsweise durch Zupfen mit der Hand die obersten Blättchen und Triebspitzen.

Frisch gepflückte Gartenkräuter verwandeln einfach Alltagsgerichte in echte Leckerbissen:

- Tomatensoße mit Basilikum

- Kräutervinaigrette für Blattsalate

frische Gartenkräuter sind unübertroffen in der Küche
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Getrocknete Kräuter

Selber gesammelte Kräuter duften frisch aromatisch und sind wunderbar geschmacksintensiv. Auch hier gilt: morgens ernten, allerdings erst nachdem die Pflanzen abgetrocknet sind. Die Trocknungszeit für Kräuter sollte so kurz wie möglich sein, um einen Qualitätsverlust zu vermeiden. Legen Sie Blüten und Blätter luftig und locker verstreut auf einem Tablett aus und stellen Sie es regen- und sonnengeschützt auf. Fertig getrocknete Kräuter werden in einem dunklen Gefäß luftdicht aufbewahrt.

Mal heilend, mal erfrischend - Tees aus selbstgetrockneten Kräutern sind immer ein besonderer, willkommener Genuss:

Fitness-Tee

getrocknete Kräuter
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Kräuteröle

Kräuter gehören in der mediterranen Küche zu den wichtigsten Würzmitteln. Keine italienische Pasta, keine spanische Paella, kein provenzalisches Fischgericht kommt ohne die Aromen von Oregano, Thymian, Lorbeer, Salbei und Rosmarin aus.

Durch das Einlegen in Olivenöl lässt sich der mediterrane Duft besonders gut einfangen:

- Grillöl mit mediterraner Kräutern

 

 

Kräuteröle und -Essig sind leicht selbst herzustellen
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