Öffnungszeiten

Mo. - Fr.:  9:00 - 19:00 Uhr
Sa.:             9:00 - 18:00 Uhr

Café

Mo. - Fr.:  10:00 - 18:00 Uhr
Sa.:              10:00 - 17:30 Uhr

16. Dezember 2018 Sonntagsverkauf 12 -17 Uhr
 mit großem Weihnachtsbaumverkauf

Bambus - Immergrünes Multitalent

Bambus erobert die Herzen der Gartenfreunde im Sturm. Das anmutige Riesengras ist winterhart, vielseitig verwendbar und setzt mit seiner immegrünen, filigranen Belaubung gerade in der kalten Jahreszeit Akzente. Bambus bringt fernöstliche Leichtigkeit in den Garten, ist aber beileibe nicht nur für den Japangarten zu empfehlen.

Zwei nicht unmittelbar verwandte Gruppen haben für uns die größte gärtnerische Bedeutung: der Flachrohr-Bambus (Phyllostachys) und der Schirmbambus (Fargesia). 
Einige Arten des Flachrohr-Bambus können in wintermilden Klimaten stattliche Höhen von 5 bis 8 m und Halmstärken bis 5 cm erreichen. Neben dem filigranen Laub sind es vor allem die Halme, die zum Teil sehr dekorativ wirken. Phyllostachys vivax 'Aureocaulis' beispielsweise ist gelb mit grünen Längsstreifen. Phyllostaxgys nigra zeigt an älteren Halmen eine purpurbraune bis fast schwarze Zeichnung.
Schirmbambus bleibt mit ca 4 m deutlich kleiner. Er stellt sich oft mit malerisch überhängender Krone dar. Er bildet nur kurze Ausläufer und verträgt Trockenheit besser.
Daneben gibt es noch die Gruppe der bodendeckend wachsenden Bambusarten. Zu Ihnen zählen unter anderem die Sasa- und Pleioblastus-Arten, die meist nur um 1 m hoch werden. Wegen ihres Ausbreitungsdranges sind sie unbedingt mittels einer Rhizomsperre einzugrenzen.

Eine Übersicht über unser komplettes Bambus-Sortiment bietet unsere aktuelle Sortenliste. 
Viele unserer Baumbus-Arten können Sie auch direkt über den Onlineshop beziehen.

Bei der Auswahl geeigneter Sorten für den Hausgarten stößt man häufig schnell auf viele offene Fragen. Bambus sollte man nicht nur nach seiner Schönheit oder dem bereits zugedachten Platz aussuchen. Besonders wichtig ist neben dem individuellen Wuchsverhalten vor allem die Frosthärte und Windanfälligkeit. Auch zu diesen Punkten gibt es in unserer Sortenliste Angaben!

Bambus-Angebot im SÄNGERHOF
trenner

Wesentlich bei der Pflanzenauswahl ist das Wuchsverhalten, das grundsätzlich in horstwachsende (sympodiale) und ausläufertreibende (monopodiale) Arten unterscheidet:

Bambusarten mit sympodialem Wuchsverhalten wachsen streng horstig und vergrößern sich in ihrem Umfang nur langsam. Es handelt sich meist um Arten tropischer Herkunft, wie Bambusa und  Fargesia.
Wesentlich problematischer verhält sich der monopodiale, ausläufertreibende Typ. Seine Rhizome sind lang und schlank und wachsen horizontal ständig weiter. Nach nur wenigen Jahren bildet sich ein dichtes, mitunter meterlanges Rhizomgeflecht. Die meisten Gartenbambus' sind mehr oder minder stark ausläufertreibend. Dazu zählen zum Beispiel die Phyllostachys, Pleioblastus, Arundinaria und alle Sasa-Arten und ihre Verwandten.
Um ein "Auswandern" des Rhizomes im Garten zu verhindern empfiehlt sich bei monopodialen Typen in jedem Fall das einsetzen einer Rhizomsperre. Diese wird vertikal, etwa 60 cm tief, in den Boden eingelassen und grenzt die Ausbreitung des Bambus ein. Wesentlich ist dabei auch, das angrenzende Mauerwerke, Platten, Wege und eventuell Teichfolien nicht von spitzen, aggressiven Rhizomen  beschädigt werden können. Rhizomsperren erhalten Sie bei uns kostengünstig als Meterware.

SÄNGERHOF-Tipp

Rhizomsperre

Die Rhizomsperre wird direkt beim Pflanzen ausläufertreibender Bambusarten vertikal ca 60 cm tief in den Boden eingebracht. Dazu muss das Pflanzloch erheblich größer und tiefer ausgehoben werden (vorteilhaft zum Einbringen einer guten Drainage). Der Abstand zwischen Sperre und Wurzelballen sollte mindestens halb so groß sein, wie der Durchmesser des Ballens. Lassen Sie die Kunststoffbahn ca 5 cm über den Boden ragen. Die beiden Enden müssen gut überlappen und sollten mittels einer Verbindungsschiene fest miteinander verbunden werden. Nur so können Sie sicher sein, dass die Rhizome die Sperre nicht doch durchbrechen.

Rhizomsperre und Schiene über unseren Onlineshop bestellen ......

Rhizomsperren richtig montieren mit Rhizomschiene

Pflanzung und Pflege von Bambus

Unsere Bambuspflanzen werden durchweg als Containerpflanzen angeboten. Dadurch haben Sie die Möglichkeit ganzjährig pflanzen zu können. Empfehlenswert ist allerdings die Pflanzzeit in der ersten Sommerhälfte. Der Bambus hat zu dieser Jahreszeit viele Reserven in den Rhizomen gespeichert. Dies garantiert ein gutes Anwachsen und die Pflanze ist bis zum Herbst am neuen Standort gut etabliert - sie ist somit widerstandsfähiger gegen Kälte und Austrocknung.
Herbstgepflanzte Bambus brauchen im Winter mehr Aufmerksamkeit und Schutz gegen Kälte und Austrocknung.

Der Standort des Bambus im Garten wird oft in erster Linie nach optischen Gesichtspunkten gewählt. Er soll dekorativ wirken und mit anderen Pflanzen harmonieren. Dabei dürfen jedoch die Bedürfnisse der Pflanze nicht außer acht gelassen werden. Während die aufrecht wachsenden Arten meist Sonne bis Halbschatten bevorzugen, benötigen die bodendeckenden Arten (Sasa, Sasaella, Pleioblastus) eher schattige Lagen. Besonders wichtig bei der Standortwahl ist ein guter Schutz vor scharfem Wind. Daneben sollte man unbedingt beachten, dass viele Bambusarten mit den Jahren nicht nur in die Höhe , sondern auch erheblich in die Breite wachsen. Dabei können bei guten Bedingungen schnell Durchmesser von mehreren Metern erreicht werden!

Bambus stellt an den Boden keine besonderen Ansprüche. Extremböden sollten durch Zugabe von Sand und Kompost verbessert werden. Bambus mag allerdings überhaupt keine Staunässe. Das Pflanzloch sollte daher mit einer 30 bis 50 cm starken Schicht eines humosen Erdgemisches verfüllt werden. Bei verdichteten Böden sollte eine Kies- oder Lavasplittschicht als Drainage nicht fehlen. Beim Pflanzen selber ist nichts spezielles zu beachten. Containerpflanzen werden so tief gepflanzt, wie sie auch im Container standen. Nach dem kräftigen Angießen empfiehlt sich eine Abdeckung der Pflanzscheibe mit Mulch. Dazu verwenden Sie gut abgelagerten Kompost, Grasschnitt (im Sommer) oder abgefallenes Laub (im Herbst). Beim Pflanzen in einen Kübel oder anderes Pflanzgefäß sollten Sie hochwertige Kübelpflanzenerde verwenden und auch guten Wasserabzug achten.

Die weitere Pflege des Bambus beschränkt sich auf Gießen, Düngen und gelegentlichen Schnitt. Bambuspflanzen verdunsten mit ihrem zartem Laub viel Wasser. Die ungleiche Niederschlagsverteilung bedingt eine Zusatzbewässerung bei lang anhaltenden Trockenperioden im Sommer und zwischen den Frostperioden im Winter. Das Einrollen der Blätter ist ein klares Indiz für Wassermangel. Die Düngung erfolgt optimalerweise im Herbst oder zeitigen Frühjahr mit halb verrottetem Pferde- oder Kuhmist bzw reichlich Kompost. Steht kein organischer Dünger zur Verfügung kann man auch handelsüblichen N:P:K-Dünger, insbesondere die stickstoffhaltigen Rasen-Langzeitdünger, verwenden. Düngen Sie nicht mehr nach Anfang August, da sonst die Halme im Herbst nicht mehr ausreifen und frostanfällig werden. Besonders wichtig für eine gut Pflanzenentwicklung ist die Versorgung mit Silizium. Da die Bambusblätter sehr siliziumhaltig sind, sollten Sie herabgefallene Blätter stets liegen lassen bzw zusammengerechte Blätter wieder unter der Pflanze verteilen. In jungen Beständen sollten Sie in den ersten Jahren Silizium zusätzlich zuführen. Organisch kann dies in Form von Schachtelhalmbrühe (z.B. von Oscorma), mineralisch durch leichtes Einarbeiten von Bentonit, einem silicathaltigen Tonmineral, geschehen.Bambus muss nicht regelmäßig beschnitten werden. Allerdings werden die Halme ab dem fünften Lebensjahr unansehnlich. Das Entfernen der alten Halme ist zwar nicht zwingend, verbessert aber das Erscheinungsbild erheblich. Die jungen, schönen Halme kommen dann besser zur Geltung. Für Solitäre und Bambus im Kübel ist der Schnitt eigentlich Pflicht. Im Frühjahr werden die alten, dicken Halme direkt über dem Boden abgeschnitten. Nicht selten finden sie weitere Verwendung zum Stäben von Pflanzen in Haus und Garten. Krankheiten treten beim Bambus nur sporadisch auf. Meistens handelt es sich dabei um Mangelerscheinungen.

Bambus im Winter

Bambus im Winter ist wegen des zarten Grüns besonders reizvoll. Die großblättrigen, panaschierten Blätter wirken mit Raureif überzogen besonders attraktiv! Auch in der Heimat vieler Bambus-Arten gibt es im Winter Frost und Schnee. Diese Winter sind gekennzeichnet durch viel Schnee und relativ kurze Frostperioden. Unter solchen Bedingungen macht der Bambus auch bei uns viel Freude im Winter.
Problematisch wird es bei uns, wenn Frostperioden über mehrere Wochen andauern, was leider immer wieder vorkommt. Es kommt dann oft zu so genannten Frosttrocknis, wobei die Pflanze den Blättern das Wasser entzieht. Bei kurzen Frostperioden ist dieser Vorgang reversibel, bei langen Frostperioden vertrocknet das Blatt. An sonnigen Wintertagen wird zusätzlich Wasser über Halme und Blätter verdunstet. Der gefrorene Boden kann aber kein Wasser nachliefern. Unter solchen Bedingungen kann die komplette Pflanze vertrocknen. Oft wird dieser Schaden als Frostschaden gedeutet. 
An den genannten Punkten setzt die Hilfe des Gartenfreundes an. Mit einer dicken Mulchschicht aus Laub oder Stroh wird das Durchfrieren des Bodens vermieden, so dass aus dem Unterboden stets Wasser für die Pflanze zur Verfügung steht.  Steht der Bambus im Kübel, sollten Sie unbedingt vermeiden, dass dieser durchfriert. In frostfreien Perioden gießen Sie regelmäßig. Gleichzeitig sollte bei Dauerfrostlagen die Verdunstung reduziert werden. Dies erreicht man am besten durch Umwickeln oder Umbauen des Bambus mit Frostschutzvlies. Dies bietet gleichzeitig einen guten Schutz gegen Sonnenbrand. Verwenden Sie auf keinen Fall Folie als Frostschutz. Unter der Folie entsteht schnell ein Hitzestau, der die Pflanze sicher umbringt!

  

Bambus, reifüberzogen im Winter
trenner

Gartengestaltung mit Bambus

Das Sortiment der Bambuspflanzen in den Gärtnereien ist mittlerweile so umfangreich, dass in der Verwendung keine Wünsche mehr offen bleiben: Bambus als Hecke, als Hain, als Bodendecker, als Solitär- oder Kübelpflanze. Bambus belebt mit seiner Eleganz Innenhöfe, Balkone und Terrassen, einige Arten sind sogar hervorragend für den Wintergarten oder das Wohnzimmer geeignet.

Bambushain im Sängerhof
trenner

Haben Sie Kritiken oder Anregungen zu dieser Seite?
Sind Sie an weiteren Themen zu diesem Sachgebiet interessiert?
Suchen Sie ein bestimmtes Produkt oder wünschen Sie eine Preisauskunft?
Schicken Sie uns einfach eine E-Mail - wir antworten schnellstmöglich.