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16. Dezember 2018 Sonntagsverkauf 12 -17 Uhr
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Gründüngungspflanzen - wertvolle Pioniere bei der Bodenverbesserung

Die Gründüngung ist ursprünglich eine Maßnahme, die beim Ackerbau zum Einsatz kommt. Dort sät man nach der Ernte spezielle Pflanzen, die den Boden beleben, lockern und verbessern. Dies geschieht meist im Spätsommer, wenn das Feld abgeerntet ist, eine Folgesaat aber erst im Frühjahr erfolgen soll. Durch die Gründüngung wird der Boden über den Winter geschützt und die Grünmasse im Frühjahr einfach mit untergearbeitet. Die Grünmasse bildet bei der Mineralisierung ab dem Frühjahr wertvollen Humus.

 

Mittlerweile werden Gründüngungssaaten auch sehr erfolgreich in den Hausgärten eingesetzt. Sie erfüllen hier sogar noch weitreichendere Funktionen als in der Landwirtschaft:

  • Gründüngungspflanzen werden nach der Ernte ausgesät und schützen der Boden vor Erosion, verbessern das Bodenleben, sowie Bodenstruktur und verhindern die Nährstoffauswaschung.  Wichtig ist, dass sich möglichst rasch viel Grünmasse bildet, die die Schutzfunktion übernimmt.
  • Zwischenkulturen mit Gründügungspflanzen wirken der so genannten "Bodenmüdigkeit" entgegen. Allerdings sollte man im Gemüsegarten auf die Kreuzblütler (Senf, Ölrettich und Raps) verzichten, da diese bestimmte Schaderreger ansammeln können, die von Kohlgewächsen, Radieschen, Rettich, etc, ausgehen können. Sinnvoll ist dagegen der Einsatz von Tagetes oder speziellen Mischungen gegen "Bodenmüdigkeit".
  • Gründüngungspflanzen aus der Familie der Leguminosen (z.B. Ackerbohne, Erbsen, verschiedene Kleearten, Dünge-Lupine, Luzerne, und Sommerwicke) sind in der Lage Luftstickstoff zu binden und an feinen Knöllchen im Wurzelbereich zu sammeln. Dieser Stickstoff ist für Folgekulturen als Wachstumsmotor wieder voll verfügbar. Leguminosen sind daher besonders wertvoll!
  • Tiefwurzler, wie Ackerbohne, Dünge-Lupine, Luzerne oder Ölrettich, können bis 100 cm tief wurzeln und so auch den Untergrund erschließen. Sie durchbrechen dabei auch hartnäckige Bodenverdichtungen, wie sie oft im Hausgarten nach Neubauten vorkommen und machen den Boden wieder fruchtbar. Sie sind daher besonders empfehlenswert als Pionierpflanzen, die den Boden bei einer Gartenneuanlage für die eigentliche Bepflanzung vorbereiten.

  

Gründüngung verbessert die Bodenstruktur nachhaltig
Tiefwurzler lockern und erschließen den Untergrund

Luzerne - Stickstoffsammer und Tiefwurzler

Die Luzerne ist eine wertvolle mehrjährige Gründüngungspflanze für stark verdichtete Böden. Die Luzerne lockert den Boden mit ihren Pfahlwurzeln tiefgründig und trägt wesentlich zur Gesunderhaltung des Gartenbodens. Sie steigert durch langfristige Nährstoffbindung und Stickstoffanreicherung den Ertrag und die Qualität an Folgekulturen wie Gemüse und Blumen. Wir empfehlen daher Luzerne als Pionierpflanze im Jahr vor der Gartenneuanlage. Die Saatgutmenge beträgt ca 2 g / m² zur Aussaat von Ende März bis August.

So wird's gemacht .....

Zur Bodenverbesserung bereiten Sie den Boden mit Gartengeräten oder Pflug gut vor. Es sollte eine feinkrümelige Oberfläche entstehen. Dann säen Sie die Gründügungssaat auf der vorgesehenen Fläche aus. In der Regel wird grob breitwürfig ausgesät, Leguminosen können auch als Reihensaat ausgebracxht werden. Danach wird die Saat mit einem Gartenrechen leicht eingerecht und mit einer Walze angedrückt. Meist lässt die junge Saat nicht lange auf sich warten und schon nach einigen Tagen sprießen die ersten Keimlinge. Die Grünsaat wächst ungehindert bis zum Winter und bleiben meist über Winter als Bodenschutz stehen. Im Frühjahr werden die Pflanzen einfach abgemäht und dann mit in den Boden untergearbeitet.

Grünssat, gemulcht, als ideale Bodenbedeckung
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Eigenschaften von Gründüngungspflanzen in der Übersicht

Pflanze Aussaatmonate winterhart Bemerkungen
Ackerbohne II vis VII nein Stickstoffsammler, Tiefwurzler
Futtererbse IV bis VIII nein Stickstoffsammler
Gelbsenf IV bis IV nein schnellwüchsig, liebt schweren Boden
Inkarnatklee V bis VI ja Stickstoffsammler, liebt leichte Böden
Dünge-Lupine IV bis VIII nein Stickstoffsammler, Tiefwurzler
Luzerne IV bis VIII ja Stickstoffsammler, Tiefwurzler, für verdichtete Böden!
Ölrettich VIII bis IX nein Tiefwurzler mit ausgeprägter Pfahlwurzel für stark verdichtete Böden
Perserklee IV bis VIII ja Stickstoffsammler
Phacelia (Bienenfreund) IV bis IX nein leicht wachsend, schöne Blüte
Sommerwicke VI bis VII nein Stickstoffsammler
Tagestes V bis VIII nein wirkt gegen schädigende Nematoden (Fadenwürmer im Boden)

Gründüngungspflanzen können Sie als Saatgut jetzt auch über unseren Onlineshop beziehen. Dabei sind auch Kleinstmengen für 10-20 m² verfügbar. Für gerößere Bebinde sprechen Sie uns bitte an ....

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