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16. Dezember 2018 Sonntagsverkauf 12 -17 Uhr
 mit großem Weihnachtsbaumverkauf

Kiwi - Standortansprüche, Pflanzung, Erziehung, Pflege, Sortenauswahl

Die Kiwi (botanisch Actinidia) bildet eine eigenständige Pflanzenfamilie, zu der mehrere Gattungen gehören, die zum Teil nur einen Zierwert haben. Fruchtende, gärtnerisch nutzbare, Arten sind:

  • Actinidia arguta
  • Actinidia kolomikta
  • Actinidia chinensis.

A. chinensis ist heute auch bei uns sehr verbreitet, wird jedoch nach wie vor schwerpunktmäßig in Neuseeland angebaut. Die Heimat von A. chinensis ist allerdings Südostasien, wo die Pflanzen schon seit rund 1200 Jahren angebaut werden. Erst um 1900 kamen erste Pflanzen und Samen nach Neuseeland, etwas später auch nach Florida und Europa. Wegen der ungünstigen klimatischen Verhältnisse in Europa (England und Frankreich) wurde der Anbau zunächst nicht weiter verfolgt, während sich die Produktionsfläche in Neuseeland ständig erweiterte. Der zunehmende wirtschaftliche Erfolg und die immer größer werdende Popularität der Kiwifrucht führte schließlich auch in Südeuropa zum Aufbau erster Produktionsflächen. Von 1960 bis 1970 entstanden erste Anlagen in Italien, Südfrankreich, Spanien und Griechenland.

Erst mit der Verbesserung der Frostresistenz gelang der Kiwi der Einzug in Deutschland. Die Züchtung konzentriert sich dabei auf die Kreuzung von A. chinensis mit den winterharten Arten A. arguta und A. kolomikta. Die neuen Sorten lassen sich in Deutschland zumindest in den Weinbaulagen erfolgreich anbauen. Im Hausgarten kann man dabei mit nur wenigen Pflanzen erhebliche Erträge erzielen. Als Kletterpflanze erfüllt die Kiwi im Hausgarten einen zusätzlich gestalterischen Aspekt.

Kiwi-Pflanze mit reichem Fruchtansatz
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Standortansprüche und Pflanzung

Für eine erfolgreiche Kiwikultur ist ein humusoser, mittelschwerer, tiefgründiger Boden ideal. Leichte, stark sandhaltige Böden können den Wasseranspruch der Kiwi nicht erfüllen und sind ungeeignet. Schweren Lehmböden mangelt es an der Durchlüftung - die Wurzeln würden bei Staunässe bald zu faulen beginnen. Kiwi gelten als kalkfeindlich. Der ph-Wert sollte daher unbedingt unter 6 liegen - ideal ist ein schwach saures Milieu im Bereich von ph 4,5 bis 5,5 . In der Regel ist der Boden durch Zusatz von Torf zu verbessern.

Um eine gute Fruchtausreife in Richtung Herbst zu gewährleisten ist der Standort von zentraler Bedeutung. Ideal sind leicht geneigte Südhänge in windgeschützter Lage. Beim Anbau an Spalieren ist die Nord-Süd-Ausrichtung optimal - sie nutzt die Sonneneinstrahlung und Wärme am besten aus. Vorsicht vor der direkten Pflanzung an Hauswänden! Die Trockenheit bekommt den wasserdürstenden Pflanzen nicht - besser einen Mindestabstand von 50 cm einhalten. Da Kiwiblätter und -Früchte besonders windempfindlich sind, kommt dem Windschutz eine besondere Bedeutung zu. Die zarten, jungen Triebe, die zur Fruchterzeugung notwendig sind, brechen bei starkem Wind leicht ab. Ein Verbund aus rasch wachsenden Wildgehölzen (Sorbus, Crataegus, Cornus, Sambucus, ect) ist ideal. Gehölze mit hohen Wasserdedarf sollten unbedingt vermieden werden, da diese in direkter Konkurrenz zur Kiwipflanze stünden.

Der Bodenvorbereitung bei der Pflanzung ist höchste Aufmerksamkeit zu schenken. Grundlegende Fehler können später nicht mehr korrigiert werden und gehen zu Lasten der Pflanzengesundheit und damit des Ertrages. Alle Arbeiten zielen auf der Verbesserung der Bodenstruktur, auch und vor allen des Untergrundes. Ideal ist es, wenn im Jahr vor der Pflanzung tiefwurzelnde Gründüngungpflanzen ausgesät werden. Tiefwurzler, wie Ackerbohne, Dünge-Lupine, Luzerne oder Ölrettich, können bis 100 cm tief wurzeln und so auch den Untergrund erschließen. Wichtig ist auch das sorgfältige Entfernen lästiger Dauerunkräuter, wie Disteln, Quecken, Winden, etc. Sie lassen sich in der Späteren Kiwikultur nur schwer bekämpfen.

Die Frühjahrspflanzung ab April-Mai ist der Herbstpflanzung vorzuziehen. Das Pflanzloch ist mindestens spatentief, besser 50x50 cm auszuheben. Dem Aushub mischen Sie reichlich Torf, Rhododendronerde oder (bei bereits niedrigem ph) Laubwalderde oder Kompost bei. Da die Schlinger reichlich Platz brauchen ist ein Pflanzabstand von 150-300 cm einzuhalten, je nach Sorte und Erziehungsform. Die jungen Pflanzen sind sofort zu stäben, da sie ohne den notwendigen Halt unweigerlich abbrechen würden. Im Pflanzjahr kann man auf eine Düngung mit mineralischen Düngen verzichten. Bewährt hat sich dagegen eine Mulchdecke aus Kompost (5-10 cm hoch) oder gut verrottetem Mist. Beide geben genügend Nährstoffe an die noch junge Pflanze ab und verbessern zusätzlich Bodenstruktur und -Klima.

Kiwi Pflanzung
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Anbauformen und Erziehung von Kiwipflanzen

Kiwis lassen sich als Schlinger gut an vorhandenen Gerüsten, Zäunen, Pergolen o.ä. ziehen. Aber Vorsicht: ab dem 5. Standjahr werden die Pflanzen mit vollen Fruchtbehang erheblich schwer, d.h. vorhandene Gerüste müssen entsprechend stabil und langlebig sein (Kiwipflanzen bleiben bis zu 50 Jahre ertragsfähig).

Sehr wichtig bei allen Spalieren ist die Nord-Süd-Ausrichtung. Nur so wird der optimale Lichteinfluß während des gesamten Tages garantiert. Die Baumpfähle zur Errichtung der Spaliere sollten möglichst stabil sein und Zopfstärken von 10-12 cm aufweisen. Die Pfähle sollten mindestens 250 bis 330 cm lang sein und wenigstens 50 cm tief in der Erde sitzen. Am Reihenende erfolgt eine zusätzliche Zugsicherung, die mit Hilfe eines Schraubankers oder Betonblock in Boden befestigt wird. Nach der Befestigung der Pfähle werden in der Höhe von 60 cm bis 200 cm  3 bis 4 Drähte gezogen. Bewährt hat sich 2,0 bis 2,5 mm starker verzinkter Draht. Mit Drahtspannern wird er auf Zug gebracht. Nicht bewährt hat sich Kunststoffvolldraht, da sich dieser mit den Jahren dehnt und das Gerüst instabil wird. Der Aufbau eines einfachen Spaliers wird im Bild links unten dargestellt:

Spalieraufbau: Einfaches Spalier
Spalieraufbau: Hängendes T-Spalier
Spalieraufbau: T-Spalier mit Extradraht für männlichen Bestäuber
stark wachsende Kiwi am Spalier

Um den Kiwipflanzen mehr Unterstützung zu geben, kann das Eindrahtspalier zu einem T-Spalier (im Bild oben Mitte) mit bis zu 2 m Breite erweitert werden. An den Pfosten werden dazu stabile Querstangen angebracht, an deren Ende wieder Drähte gespannt werden. Dieses Spalier ist aufwändiger im Aufbau, es ermöglicht aber einen lockeren, breitgefächerten Pflanzenaufbau. Durch den Schnitt versucht man beide Seite des T-Spalieres gleichmäßig mit Fruchtästen zu garnieren.
Eine Besonderheit des T-Spaliers stellt die Erweiterung mittels eines zusätzlichen Drahtes, ca 30-40 cm oberhalb des Mitteldrahtes, dar. An diesen Draht werden männliche Bestäuber geführt. Der Blütenstaub fällt schon bei leichtem Wind auf die darunter befindlichen weiblichen Blüten (Im Bild oben ganz rechts).

 

Die Erziehung der jungen Kiwipflanzen an einem einfachen Spalier ist ähnlich wie bei den Weinreben zu handhaben:
- Im ersten Standjahr wird der Trieb senkrecht nach oben gezogen und jeweils an den Drähten befestigt
- im zweiten Standjahr werden die kräftigsten der entstehenden Seitentriebe waagrecht auf dem Drahtgerüst in Stellung gebracht. Sie bilden die späteren Leitäste
- ab dem dritten Standjahr bilden sich an den Leitästen Kurztriebe, die fruchten können. Im Rahmen des Sommerschnittes werden sie eingekürzt, um genügend Sonne an die Früchte zu bekommen.
- alle anderen Jungtriebe sind überflüssig und sollten spätestens beim Sommerschnitt entfernt werden - sie belasten den Spalieraufbau unnötig.

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Pflegearbeiten an Kiwipflanzen

Die Pflegearbeiten an Kiwi konzentrieren sich im wesentlichen auf den Schnitt (Winterschnitt und Sommerschnitt), die Düngung und, bei Sommertrockenheit, die Bewässerung.

Der Winterschnitt dient in erster Linie dem Gerüstaufbau und dem Entfernen überflüssiger Äste. Die künftigen Fruchtträger sollen gleichmäßig über das Spalier verteilt sein und möglichst locker stehen. Der Zeitpunkt für den Winterschnitt liegt in der Zeit frostfreier Tage von Mitte Februar bis Mitte März. Der strengste Frost ist dann meist vorbei und die Pflanze steht noch nicht im Trieb. Bei Schnitterminen ab Mitte März könnte schon der Saftstrom einsetzen und an den Schnittwunden kann es zu erheblichen Saftaustritt kommen. Der Druck ist dann oft so enorm, dass auch Wundverschlußmittel nicht helfen. Wichtig ist daher Schnittarbeiten regelmäßig (jährlich) durchzuführen, um zu große Wunden zu vermeiden. Beim Winterschnitt sollte man mit Langtrieben zur Leitasterneuerung besonders vorsichtig umgehen, da die Äste sehr leicht an der Ansatzstelle abbrechen. Dem kann man bereits durch gezieltes Auslichten und Aufbauen im Rahmen des Sommerschnittes vorbeugen.

Der Sommerschnitt wird ab August durchgeführt, wenn die Früchte etwa Walnußgröße erreicht haben. Zu diesem zeitpunkt gibt es nur wenig Saftdruck und die Schnittstellen verheilen schnell. Außerdem sind die jungen Äste biegsamer als im Winter und lassen sich somit leichter formieren.
Wesentliche Aufgabe des Sommerschnittes ist das Einkürzen der einjährigen Triebe, an deren Basis die Früchte sitzen. Diese fruchtenden Langtriebe werden 5-7 Blattpaare hinter dem Fruchtstand gekappt. Die verbleibende Assimilationsfläche reicht für die Versorgung der Früchte völlig aus. Die Nährstoffe stauen sich nun bei den Früchten und diese werden besser versorgt. Beim Einkürzen der Triebe sollte man kleine und schlecht ausgebildete Früchte gleich mit entfernen. Es sollten nicht mehr als 6-8 Früchte pro Trieb belassen werden.
Daneben bereitet der Sommerschnitt auch die Erneuerung des Leitastgerüstes vor. Junge, günstig stehende Neutriebe werden freigeschnitten, damit sie sich bis zum Winter gut weiter entwickeln. Kleine, schwache, zu dicht stehende Neutriebe werden bereits komplett entfernt. Dieses bringt das nötige Sonnenlicht zur Fruchtausreife in den Strauch und erleichtert wiederum den Winterschnitt.

Sommerschnitt an Kiwi

Wie bereits ausgeführt ist der richtige ph-Wert im Bereich von 4,5 bis 5,5 entscheidend für eine optimale Pflanzenernährung. Enthält der Boden zu viel Kalk (ph Werte >7,0), reagieren Kiwi unweigerlich mit klassischen Chlorosen. Das Laub beginnt sich aufzuhellen und wird schließlich gelb. Oft erfolgt auch ein vorzeitiger Laubfall bereits ab August - Früchte können dann nicht mehr reifen. In solchen Fällen sollte man versuchen mit Torf den Boden zu versauern und parallel die Chlorosen mit Hilfe von Eisenspritzungen zu beseitigen.
Die Düngung der Kiwi erfolgt organisch (bodenverbessernd) und mineralisch mit einem chlorfreien (blauen) Mehrnährstoffdünger. In den ersten beiden Standjahren genügen 30-40 g pro Pflanze eines Blauvolldüngers. Mit Beginn der Ertragsphase wird die Düngemenge auf 100-120 g pro Pflanze erhöht. Die Menge wird in 3 Gaben gegeben:
- im frühen Frühjahr mit dem Laubaustrieb 30-40 g
- im Sommer zur Blütezeit 40-60 g und
- im August zur Fruchtbildung nochmals 20-30 g.
Ab dem dritten Standjahr sind humusbildende, oragnische Dünger zusätzlich sinnvoll. Verwendet werden gut verrotetter Stalldung, Hornspäne oder Blutmehl. Letztere sollten mit etwas Torf vermischt und zur Abdeckung des Wurzelbereiches der Kiwi eingesetzt werden.

Eisenmangel (Chlorose) an Kiwipflanzen

Die Kiwi hat mit rund 1500 mm Jahresmenge einen sehr hohen Wasserbedarf, wobei gut 1000 mm auf die Sommermonate entfallen. Dabei ist eine gute, gleichmäßge Wasserverteilung entscheidend. Für den Gartenbesitzer bedeutet dies, dass im Sommer bei anhaltender Trockenheit, insbesondere von Juli bis September, mindestens 1 x wöchentlich durchdringend gewässert werden muß. Dabei sollte der Durchwurzelungshorizont bis auf 30-40 cm durchfeuchtet werden. Je nachdem, wie viele Pflanzen versorgt werden müssen, bieten sich verschiedene Bewässerungssysteme (z.B. Micro Drip) zur Automatisierung der Bewässerung an.

Kiwi arguta Pflanze im 2. Vegetationsjahr
Kiwi arguta Früchte, ab dem 3. Vegetationsjahr zu erwarten

Kiwi arguta - die robuste Beerenkiwi

Arguta-Kiwi (botanisch Actinidia arguta) ist im Gegensatz zu ihrer verwandten Art Actinidia deliciosa absolut winterhart. Sie ist glattschalig und kann direkt ab Strauch ohne zu schälen gegessen werden, wie Stachelbeeren. Sie werden daher auch häufig Beerenkiwi genannt.

Der Pflanzabstand zwischen den Pflanzen beträgt 2 bis 3 m. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Der männliche Universalbestäuber ist die Sorte Nostino. Die Sorte Issai ist selbstfruchtbar. Bei genügend Platz sollten Sie 2 weibliche und eine männliche Sorte pflanzen - so ist reiche Ernte garantiert!

Die Arguta-Kiwi ist für unser Klima wie geschaffen.Sie benötigen lediglich einen sonnigen Standort und im Hochsommer genügend Feuchtigkeit. Nach einigen Jahren des sorgfältigen Gerüstaufbaues lassen sich dann problemlos 20-30  kg pro Pflanze und Saison ernten.

Da Beerenkiwi sehr pflegeleicht sind, dürfen sie in keinem Garten fehlen! Auf Grund der Wüchsigkeit lassen sich gut unschöne Ecken, Wände oder Zäune begrünen.

NEU: Kiwi arguta Red Jumbo (Bild links) - die früheste Beerenkiwi mit rötlichen Fruchtfleisch und roter Schale.Sie lässt sich u.a. sehr gut zu roter Marmelade verarbeiten.

Kiwi-Sorten

Für die Marktproduktion erfüllen bisher nur die A. chinensis-Sorten, insbesondere 'Hayward' die Ansprüche der Verbraucher. Für den Hausgarten nehmen die kleinen, grünschaligen A. arguta-Sorten eine immer größerer Bedeutung ein. ......

Finden Sie unsere besten Kiwi-Sorten für den Hausgartenanbau in unserem Onlineshop.

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  • 'Hayward' wird in Neuseeland bereits seit ca 1930 angebaut. Die Frucht ist groß, ca 100 g schwer und von breitovaler Form. Die Schale ist grünlichbraun und sehr dicht mit feinen, kurzen Haaren bedeckt. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig und von ausgezeichnetem, feinsäuerlichen Geschmack mit gutem Aroma.
  • Kiwi Hayward blüht etwas später als die anderen Sorten und dadurch ist die Ernte erst ab November zu erwarten. Die Pflanzung in Deutschland ist daher nur unter besten klimatischen Bedingungen empfehlenswert! Die Pflanzen wachsen mittel bis stark und weit ausladend. Es gilt ein Mindestpflanzabstand von 4 m - geringere Pflanzabstände gehen zu Lasten der Widerstandsfähigkeit und Fruchtqualität. 
Häberli Kiwi Hayward
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  • Bei Starella handelt es sich um eine Selektion, die sich als besonders frosthart erwiesen hat. Im Vollertrag können sehr hohe Ernten bis 50 kg pro Pflanze erzielt werden. Die Reifezeit beginnt etwas früher, als bei 'Hayward', nämlich bereits Ende Oktober.
     
  • Die 5-6 cm großen, walzenförmigen, leicht bräunlich behaarten Früchte sind von gutem Geschmack. Insgesamt handelt es sich bei 'Starella' um eine hervorragende, auf unser Klima ausgerichtete, winterfeste und starkwüchsige Sorte!

 

 

Häberli Kiwi Starella
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  • Diese recht winterharte Sorte ist aus einer Mutation entstanden und wird seitdem vegetativ weiter vermehrt. Die Pflanzen gelten als sehr wüchsig (bis 5 m).

  • Jenny ist die erste selbstfruchtende Sorte. Sie vereint männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze. Somit wird keine zweite Befruchterpflanze benötigt - die Zupflanzung einer männlichen Sorte fördert aber den Ertrag

  • Die Früchte sind relativ klein (bis 5 cm), aber von gutem Geschmack und sehr aromatisch. Die Reife erfolgt ab Mitte-Ende Oktober.
Häberli Kiwi Jenny
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  • Da Kiwis zweihäusig sind, tragen sie entweder männliche oder weibliche Blüten und beanspruchen daher Platz. Das heißt, eine ausreichende Ernte setzt ein männliches Exemplar auf acht bis zehn weibliche Pflanzen für eine sichere Befruchtung voraus.
  • die Kiwi Matua gilt als Universal-Befruchtersorte für alle Actinidia chinensis Sorten (inklusive der Arguta-Sorten 'Ambrosia Grande' und 'Maki').
  • Dabei ist zu beachten, dass 'Matua' eine früh blühende Sorte ist, die früh blühende Sorten besonders gut befruchtet. Für spät blühende Chinensis-Sorten sollte man besser auf 'Tomuri' ausweichen.
Häberli Kiwi Matua
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Kiwi arguta Weiki (weiblich)

  • die KiwiWeiki ist eine Arguta-Selektion, die selbst sehr strenge Winter mit bis zu -30 °C unbeschadet übersteht. Die Pflanze ist anspruchslos und gedeiht in jedem Garten.
  • Allerdings ist ein stabiles Rankgerüst erforderlich, denn der Kletterstrauch ist wüchsig und wird 2-3 m hoch. Der Pflanzabstand sollte daher mindestens 2 m betragen.
  • Ab dem 3. Standjahr können ab Oktober die walnussgroßen, glattschaligen Früchte geerntet werden. Die Minikiwis sind zwar relativ klein, bestechen aber durch ihren sehr guten, süß-aromatischen Geschmack und einen besonders hohen Vitamin-C-Gehalt.
Häberli Kiwi Weiki
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  • die Kiwi Issai ist eine selbstfruchtende Arguta-Kiwi, d.h. es muß keine männliche Kiwi zur Befruchtung gepflanzt werden. Allerdings hat sie etwas höhere Standortansprüche im Vergleich zu den anderen Arguta-Sorten. Sie ist daher nur für optimale Standorte geeignet (Weinbauklimate).
  • Issai fällt im Vergleich zu anderen Sorten ein wenig aus der Rolle, denn sie hat eine glatte Schale, die wie bei einer Weintraube mitgegessen werden kann.
  • Sie schmeckt leicht nach Wildbeeren und hat ein feigenähnliches Aroma. Ihr Fruchtfleisch ist grün mit kleinen schwarzen Kernen. Geerntet werden die Früchte ab September.
Häberli Kiwi Issai
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  • Sorte mit schön rot ausgefärbten Früchten. Die Pflanze ist sehr fruchtbar, benötigt aber einen männlichen Befruchter. Die länglich-ovalen Früchte werden 2-3 cm lang und sehr aromatisch. Fruchtet nach 2-3 Jahren und kann 30-40 kg Früchte pro Pflanze liefern! Die Früchte können mit Schale direkt vom Strauch gegessen werden.
  • die Kiwi Maki ist ein ausgesprochen dekoratives Obstgehölz!
Häberli Kiwi Maki
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  • die Kiwi Nostino ist der männliche Befruchter für alle glattschaligen Arguta-Sorten.
  • Auch hier gilt die Grundregel: ein männliches Exemplar auf acht bis zehn weibliche Pflanzen für eine sichere Befruchtung. 'Nostino' bringt selber keine Früchte hervor.
  • Da die männlichen Kiwi-Sorten im allgemeinen starkwüchsig sind, empfiehlt sich jährlich ein starker spalierartiger Rückschnitt im Rahmen des Sommerschnittes.
Häberli Kiwi Nostino
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Unser Buchtipp zum Thema Kiwi-Anbau

Das Ulmer Taschenbuch Taschenbuch gibt alle erforderlichen Informationen zum hauseigenen Kiwi-Anbau. Das Buch erläutert die Besonderheiten bei der Blüte, Befruchtung und Fruchtentwicklung. Es gibt konkrete Hilfestellungen für die Kultur und beugt damit Fehlentscheidungen und Enttäuschungen vor. Mit Tipps für die Verwendung in der Küche.

 

 

 

Das Taschenbuch können Sie über unseren Onlineshop direkt beziehen.

Unser Buchtipp: "Kiwi"
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