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Pflanzenschutz aktuell - Schädlinge und Krankheiten an Rhododendren

Im Rahmen des Schwerpunkt-Themas "Rhododendren und Freilang-Azaleen" im April sollen hier die  wesentlichen Schädlinge und Krankheiten an diesen Pflanzen vorgestellt werden. Es sei darauf verwiesen, dass die meisten der aufgeführten Schädlinge und Krankheiten über den gesamten Jahreszeitraum auftreten können.

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Rhododendron-Zikade

Die Rhododendron-Zikade verursacht braun-schwarze, nicht abfallende Blütenknospen, die im Frühjahr mit einem Pilzrasen überzogen sind. Der Pilz selber ist nicht zu bekämpfen, wohl aber die Zikade als Überträger!

    Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Ab Februar / März die  befallenen Knospen durch Ausbrechen oder Ausschneiden entfernen.
  2. Richtiger Standort und optimale Ernährung erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen und reduzieren den Befall.
  3. Bekämpfung der Zikade durch regelmäßige Spritzungen von Mai bis September im Abstand von etwa 10 Tagen bzw je nach Befallsdruck. Der Befallsdruck lässt sich durch Aufhängen von Gelbtafeln in den Pflanzen ermitteln. Als Spritzmittel kommen u.a. Roxion, Bulldock oder natürliche Pyrethroide (z.B. Spruzit) in Frage. 
    Tipp: Spritzen Sie in den frühen Morgenstunden, wenn die Insekten auf Grund der Kälte noch inaktiv auf den Blattunterseiten sitzen
Rhododendron-Zikade
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Dickmaulrüßler

Der gefurchte Dickmaulrüßler ist ein großer, schwarzfarbener Käfer, der nur Nachts an den Blättern von Rhododendren und anderen Immergrünen frißt und dabei ein klassisches Schadbild hinterlässt. Besonders gefährlich sind auch die Larven des Dickmaulrüßlers, die sich aus den Eiern im Boden entwickeln. Sie fressen im Wurzelbereich und können zum raschen Absterben der Pflanze führen.

    Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Legen Sie alte, morsche Bretter, Baumstümpfe oder alte Wurzeln zwischen den Pflanzen aus. Die Käfer verstecken sich darunter und können morgens eingesammelt werden.
  2. Die chemische Bekämpfung des Käfer ist nahezu aussichtslos, da der Käfer fast nie angetroffen wird. Erfolgversprechend dagegen ist die Bekämpfung der Larven im Boden. Hier empfehlen sich besonders parasitische Nematoden (sogenannte Fadenwürmer), die im Giesverfahren ausgebracht werden.
    Wichtig: Dazu sind Mindest-Bodentemperaturen von 10-12°C und eine gleichmäßige Bodenfeuchte zwingend erforderlich!
Dickmaulrüssler an Rhododendron
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Blattläuse

Blattläuse an Rhododendren und Azaleen sind zumeist am jungen Trieb anzutreffen, wo sie durch ihre Saugtätigkeit oft Blattdeformationen hervorrufen. Häufig wird erst dann der Befall festgestellt. Nachfolgend siedeln sich oft Rußtaupilze auf den Blättern an die sich durch einen schwarzen Belag auf den Blättern darstellen.

    Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Fördern Sie die natürlichen Blattlaus-Feinde im Garten, wie Blattlauswespen, Marienkäfer, Laufkäfer, Schweb- und Florfliegen oder Schlupfwespen.
  2. Bei der Bekämpfung mit Spritzmitteln sollten daher auch möglichst nützlingsschonende Mittel, wie Neudosan, Spruzit, Naturen oder Bio-Insektenfrei verwendet werden.
Blattläuse an Rhododendron
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Weisse Fliege

Die "Weiße Fliege" (Mottenschildlaus) ist eine 1-2 mm große, weiß überpuderte Fliege, die meist in Massen blattunterseits sitzt und bei Berührung auffliegt. Wie bei den Blattläusen handelt es sich um einen Pflanzensaftsauger, der als Sekundärschaden die Ansiedlung von Rußtaupilzen nach sich zieht.

    Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Die Bekämpfung erfolgt mit den gleichen Mitteln, wie bei der Blattlausbekämpfung (Neudosan, Spruzit, Naturen oder Bio-Insektenfrei) - eine Wiederholung im Abstand von 8-10 Tagen ist unbedingt zu empfehlen!
Weisse Fliege an Rhododendron
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Rhododendronwanze

Die Rhododendron-Wanze wird als Schädling oft nicht erkannt, obwohl das Schadbild sehr charakteristisch ist. Die Blätter sind meist leicht eingerollt, erscheinen vertrocknet und fallen ab. Blattoberseits sind die Blätter gelblichweiß gesprenkelt (Saugstellen), blattunterseits findet sich eine auffällige bräunlichschwarze Verkrustung.

    Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Ab Mai schlüpfen die Jungen Insekten aus Eiern, die entlang der Blattmittelrippe gelegt wurden. Kontrollieren Sie Sie verstärkt in den Folgemonaten und spritzen Sie bei Befall mit Neudosan, Spruzit, Naturen oder Bio-Insektenfrei oder ähnlichen Mitteln. Benetzen Sie dabei die Blattunterseiten intensiv!
  2. Rhododendron-Arten und -Sorten mit starker filziger Behaarung auf den Blattunterseiten werden nicht befallen!
Rhododendronwanze
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Blattfleckenkrankheit

Die Blattfleckenkrankheit kommt recht häufig vor und ist leicht zu identifizieren. Die Ursachen allerdings können sehr vielfältig sein. Insgesamt handelt es sich um verschiedene Schwächeparasiten, daher fällt auch das Schadbild unterschiedlich aus.

    Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Besonders wichtig sind richtige Standortwahl und eine gute Pflanzenernährung!
  2. Bei Befall empfiehlt sich die Spritzung mit Dithane Ultra, Polyram WG oder Saprol Neu im Abstand von 10-14 Tagen.
  3. Lässt sich die Krankheit trotz intensiver Pflege nicht beheben, sollte man über die Pflanzung einer alternativen, unempfindlicheren Sorte nachdenken.
Blattfleckenkrankheit an Rhododendron
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Phytophthora-Welke

Nicht selten vorkommende, gefährliche Pilzerkrankung. Plötzlich hängen ganze Astbereiche trocken welkend an der Pflanze, nachfolgend kann die ganze Pflanze eingehen. Es handelt sich um einen Schwächeparasit, der insbesondere bei zu viel Nässe auf schweren Böden zu finden ist.

    Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Bei Trieb-Phytophthora sollten Sie sofort den befallenen Trieb ca 20 cm ins gesunde Holz hinein entfernen.  Danach ist die Pflanze öfter zu kontrollieren, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können. Gleichzeitig empfiehlt  sich der Einsatz des systemisch wirkenden Fungizids Spezial-Pilzfrei Aliette, das im Giesverfahren ausgebracht wird.
  2. Bei Total-Welke bis in den Stammgrund ist keine Hilfe mehr möglich und das Roden der pflanze unumgänglich. Eine Neuanpflanzung am gleichen Standort ist  möglich. Allerdings ist die Pflanzgrube zu sanieren (Pflanzloch vergrößern, Einbringen einer Drainage, frische Torfschicht)!
Phytophthora-Welke an Rhododendron
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Azaleen-Ohrläppchen-Krankheit

Bei dieser Pilzkrankheit sind die Blattspreiten teilweise oder ganz verdickt, ohr- oder löffelförmig deformiert und im späten Stadium kreideweiß bereift.

    Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Erkrankte Blätter und Triebe sind wiederholt auszupflücken und zu entsorgen.
  2. Bei starkem und / oder wiederholtem Befall sollten Sie mehrfach im Abstand von 10-14 Tagen mit Fungiziden, wie Polyram WG oder Dithane Ultra, spritzen.
Ohrläppchen-Krankheit an Rhododendron
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Echter Mehltau

Ab Mitte Juli, nach Abschluss des Blattwachstums und der Knospenbildung, kann auf der Blattoberseite, insbesondere bei den Knap-Hill-Azaleen ein weißlich-grauer Belag. Die befallen Pflanzen werden von dem Pilz nicht unmittelbar bedroht, allerdings geschwächt, zumal wenn der Pilz über Jahre immer wieder auftritt.

    Bekämpfungsmaßnahmen:

  1. Vorbeugend bei der Standortwahl auf guten Wasserabzug und rasche Abtrocknung der Pflanzen achten.
  2. Bei ersten Befallsanzeichen, in Folgejahren auch vorbeugend, mit Baymat Flüssig, Euparen oder Saprol Neu spritzen. Insbesondere bei feuchter Sommerwitterung in Abständen von 14 Tagen wiederholen.
Echter Mehltau an Rhododendron
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