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Die bunte Welt der Kletterpflanzen

Kletterpflanzen erschließen im Garten die dritte Dimension nach oben und gelten somit als wesentliches Gestaltungselement, das leider noch allzu oft geringe Beachtung genießt. Dabei sind die Kletterpflanzen nicht nur ein schneller, grüner Sichtschutz, sie verzaubern mit ihrem Blüten- und Blattschmuck Gartenzäune, Fassaden, Lauben und Spaliere. Wir wollen Ihnen hier die Vielfalt der einjährigen und mehrjährigen Kletterkünstler, sowie einige Gestaltungstipps,  näher bringen. Eine große Auswahl passender Rankhilfen finden Sie in unserem Onlineshop ...

Kletterpflanzen als lebendige Gartengrenzen

Grüne Gartengrenzen geben dem Garten einen lebendigen Rahmen. Kletterpflanzen nehmen dabei mit 30-40 cm deutlich weniger Platz in Anspruchs, als Heckenpflanzen. Als Kletterhilfe kommen spezielle Sichtschutzzäune, Holzelemente und selbst Gartenmauern in Frage. Für niedrige Zäune sind einjährige Kletterer, wie Kapuzinerkresse und Trichterwinde bestens geeignet. Sie werden direkt ins angrenzende Beet gesät und sorgen bereits nach wenigen Wochen für eine üppige Vegetation und reiche Blütenpracht.

Kletterpflanzen als Zaunbegrüner
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Kletterpflanzen als Schattenspender von Lauben, Pergolen und Pavillons

Berankte Pergolen, Lauben und Pavillons haben eine lange gartenbauliche Tradition - und das mit gutem Grund! Besonders an heißen Sommertagen erschließen sich hier kühle, lauschige Plätze mit besonders gemütlicher Atmosphäre. Für einen perfekten Sichtschutz empfehlen sich Arten mit üppigem Blattwerk, wie Pfeifenwinde, Wilder Wein oder Efeu. Mit Echtem Wein (Vitis) holen Sie sich ein Stück mediterraner Lebensart an die Terrasse. Stilvolle, schmiedeeiserne oder hölzerne Pavillons kommen besonders auf großzügigen Flächen zur Geltung. Sie haben mehr repräsentativen Charakter, so dass hier die Blütenpracht wichtiger ist, als perfekter Sichtschutz. Richtig romantisch wird die Situation mit duftenden Kletterrosen, die den Pavillon nach einigen Jahren in ein Dornröschenreich verwandeln.

Kletterpflanzen als Schattenspender
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Kletterpflanzen in Bäumen und Sträuchern

Kletterpflanzen nutzen in der Natur vielfach Bäume und Sträucher als lebende Kletterhilfen - dies kann uns als Vorbild dienen. Eine besonders klassische Kombination im Garten sind Ramblerrosen, wie 'Bobby James' oder 'Pauls Himalayan Musk', die sich mit ihren langen langen, biegsamen Trieben gerne an Bäume anlehnen und keine weitere Kletterhilfe benötigen. Stimmen Sie in jedem Fall die Wuchskraft der Kletterpflanze mit der Wuchshöhe der Bäume an. Hochwüchsige Kletterer, wie Wilder Wein, Kletter-Hortensie oder die gewöhnliche Waldrebe sollten nur an große, wüchsige Bäume gepflanzt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Baumkrone zur schwer wird und auseinander bricht. Ideal für kleinere Gartenbäume sind zum Beispiel alle Clematis-Wildarten.

Kletterpflanzen wachsen in Baumkronen
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Kletterpflanzen zur Fassadenbegrünung

Kein Haus sollte nackt und kahl inmitten eines blühenden Gartens stehen. Erst wenn es an der Fassade grünt und blüht entsteht eine harmonische Verbindung der Elemente. Damit ist keinesfalls gemeint, dass Ihr Haus hinter üppigen Grün verschwindet. Bereits die Begrünung  kleiner Flächen oder unschöner, langweiliger Ecken können die architektonische Gestaltung der Fassade verbessern und die Gesamtwirkung steigern. Zur Begrünung großer Flächen, also ganzer Hauswände, greift man am besten auf Selbstklimmer, wie Wilder Wein (Parthenocissus), Efeu (Hedera) oder Kletter-Hortensien (Hydrangea petiolaris),  zurück. Bei den Selbstklimmern ist eine intakte Fassade ohne Risse besonders wichtig, so dass durch die Haftorgane der Pflanzen keine weiteren Schäden entstehen. Efei nimmt hier die herausragende Stellung ein. es ist immergrün, sorgt rund ums Jahr für eine schöne Optik bewirkt ein angenehmes Klima im Haus. Besondere Blütenfülle bietet der Blauregen, der, auf Grund seiner Wuchskraft, allerdings an einem stabilem Drahtgerüst gezogen werden muss.

Kletterpflanzen zur Fassadenbegrünung
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Kletterpflanzen für Sichtschutz an der Terrasse

Das schönste Mittel Balkon und Terrasse vor unerwünschten Blicken zu schützen sind Kletterpflanzen. Immergrüne Kletterpflanzen, wie die Kletter-Spindel (Euonymus fort.), Efeu (Hedera) und immegrünes Geißblatt (Lonicera henryi) behalten ihr schützendes Laub das ganze Jahr über. Für kleinere Terrassen und Balkone sind daneben einjährige Kletterer ideal. Sie können in Töpfen oder Kübeln gezogen werden und erobern rasch jede Rankhilfe. Abwechslung und Blütenfülle garantieren hier unter anderem Duft-Wicke (Lathyrus), Glockenrebe (Cobaea), Feuerbohne (Phaseolus), Kapuzinerkresse (Tropaeolum) und die bekannte Schwarzäugige Susanne (Thunbergia). 

Kletterpflanzen als Sichtschutz für Balkon und Terrasse

Vier Wege führen nach oben ...

Die Methoden nach oben zu kommen sind bei genauer Betrachtung vielseitig und für den Hobbygärtner bedeutend für die richtige Wahl der Kletterhilfe. Grundsätzlich kann in 2 Hauptgruppen unterschieden werden: Gerüstkletterer, die auf eine Rankhilfe angewiesen sind, und die Selbstklimmer, die sich eigenständig an Oberflächen festhalten.
Zu den Gerüstkletterern gehören die Schlinger, Ranker und Spreizklimmerer. Die Schlinger winden sich, rechts- oder linksdrehend, um Stäbe, Gitter und Pergolen (u.a. Winde, Geißblatt, Knöterich, Blauregen, Hopfen). Die Ranker bilden aus Sproß- oder Blattknospen Ranken, mit denen sie sich an den Kletterhilfen festhalten (u.a. Echter Wein, Passionsblume, Wicken, Clematis). Spreizklimmer sind verankern sich mit ihren Stacheln oder Borsten in Sträuchern oder Kletterhilfen (z.B. Rosen, Brombeeren, Winter-Jasmin).
Die Wurzelkletterer bilden an ihren Trieben Haftwurzeln aus, die sich auf der Unterlage (Mauer, Hausfassade, o.ä.) verankern, Z.B. Efeu, Kletterhortensie, Trompetenblume. Der Wilde Wein bildet hier eine Ausnahme: Er klettert selbstständig mit Hilfe von Haftscheiben, die an den Rankenspitzen sitzen. 

Schema Rankenkletterer
Schema Rankenkletterer
Schema Schlinger
Schema Schlinger
Schema Spreizklimmer
Schema Spreizklimmer
Schema Wurzelkletterer
Schema Wurzelkletterer

1.) Die einjährigen Kletterpflanzen

Mit mehreren Metern Zuwachs pro Sommer führen die einjährigen Klettermaxe die Hitliste der schnellwüchsigen Gartenpflanzen an. In Windeseile beranken Sie Klettergerüste, Obelisken oder Wände und produzieren daneben eine Fülle von attraktiven Blüten. Daher sind die einjährigen Kletterer zur Begrünung von Balkon und Terrasse bestens geeignet. Wichtig ist jedoch ein sonniger Standort, eine gute, gleichmäßige Bewässerung und regelmäßiger Nachschub an Nährstoffen. Zuweilen müssen ausufernde Triebe gebunden oder gekürzt werden, damit sie andere Balkonpflanzen nicht überwuchern. Ansonsten gibt es keine speziellen Pflegearbeiten zu beachten. Erfreuen Sie sich an der ungezügelten Wuchskraft und den zahllosen Blüten ......
Einjährige Kletterpflanzen können Sie über unseren Onlineshop als Saatgut bestellen.

Prunkwinde (Ipomoea)
Rosenkelch (Rhodochiton)
Schoenranke (Eccremocarpus)
Sternwinde  (Ipomoea lobata)
Kapuzinerkresse 'Red Wonder' (Tropaeolum)
Pflanzenart Blütenfarbe Blütezeit Höhe Eigenschaften
Kapuzinerkresse
(Tropaeolum)
rot-gelb VI - IX 2-3 m Viele Sorten mittlerweile im Handel, als Kletterpflanze und guter Bodendecker verwendbar, Blüten essbar
Duft-Wicke
(Lathyrus)
viele Farben, duftend VI - IX bis 1,5 m Rankt besonders gerne an Zäunen empor, lange haltbare Schnittblumen, intensiv duftend
Prunk-Winde
(Ipomoea)
blauviolett VI - IX 2-3 m Anspruchsloser Dauerblüher, das kräftig grüne Laub steht in besonders schönem Kontrast zu den kräftigen Blütenfarben
Schwarzäug. Susanne
(Thunbergia alata)
gelb mit  Auge V - IX bis 3 m Bekannteste und beliebteste Einjährige, zuverlässiger Dauerblüher mit schönen kontrastreichen Blüten
Glockenrebe
(Cobaea scan.)
purpurviolett VII - IX 3 - 5 m Starkwüchsig mit großen Glockenblüten, Blütenfarbe wechselt im Blühverlauf, schöne rote Herbstfärbung
Feuerbohne
(Phaseolus cocc.)
rot / weiß VI - IX bis 4 m Sehr wüchsig, bodenverbessernd, attraktive Blüten, aus denen sich Schoten entwickeln, die für die Küche geerntet werden können
Rosenkelch
(Rhodochiton)
violett-purpur VIII - X bis 1,5 m Kletterer mit mäßigem und lockerem Wuchs, die Röhrenblüten sind von purpurfarbenen Tragblättern umgeben
Sternwinde
(Ipomoea lobata)
weiß-gelb-orange-rot VI - IX bis 5 m Blüten wechseln beim Aufblühen die Farbe (von rot nach weiß), besonders starkwüchsiger Kletterer
Schönranke
(Eccremocarpus)
orangerot VI - X bis 3 m kleine röhrenförmige Blüten in lang gestielten Trauben, verlangt warme, geschützte Standorte
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2. Die mehrjährigen Kletterpflanzen

Bei den mehrjährigen Kletterpflanzen ist es wie bei Bäumen und Sträuchern: Einmal gepflanzt, sollen sie für viele Jahre bestimmte Gartenbereiche schmücken. Die richtige Auswahl ist daher besonders wichtig. Unsere Porträts sollen Ihnen dabei helfen ....

Kletterrosen

Kletterrosen sind edel und vielseitig. Mit ihrer Blütenpracht setzen sie eindrucksvolle Akzente. Viel Platz brauchen sie nicht, jedoch sollte der Standort vollsonnig und luftig sein, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. 

Besonders empfehlenswert sind die Ramblerrosen, die zwar nur einmal im Jahr blühen, dafür aber in einer unbeschreiblichen Blütenfülle. Ramblerrosen eignen sich besonders zur Berankung von Bäumen oder Fassaden.
Climberrosen haben kürzere, stärkere Triebe, die meist Höhen von 3-4 m erreichen. Climberrosen sind öfter blühend mit vergleichsweise großen Blüten. Sie kommen vor allem an Pergolen, Obelisken und Rankgittern zum Einsatz.

Weitere Informationen und Sortenempfehlungen zu Kletterrosen entnehmen Sie unserer Schwerpunktseite Rosen.

  

Kletterrose 'Super Excelsa'
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Schling-Knöterich

Der Schling-Knöterich gilt als einer der robustesten und schnellwüchsigsten Kletterpflanzen. Schon wenige Monate nach der Pflanzung erobert er Pergolen, Mauern und Spaliere. Als Schlingpflanze windet er sich entlang vertikaler Kletterhilfen, wie Spanndrähte oder Rankstäbe und wird bis 15 m hoch.

Prinzipiell gedeiht die anspruchslose Pflanze fast überall. Richtig schön entwickelt sich der Schling-Knöterich bei sonnigen Standorten und nahrhaften, durchlässigen Boden. Von Juni bis Oktober schmücken unzählige weiße Blütenrispen das Laub. Durch einen jährlich kräftigen Rückschnitt  bis ans alte Holz wird die Blütenbildung gefördert und ein Verkahlen im unteren Bereich verhindert. 

blühender Schling-Knöterich
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Gewöhnlicher Hopfen (Humulus lupulus)

Nicht nur als Zutat zum Bier, auch im Garten ist der Hopfen unentbehrlich. Wegen seines rasanten Wachstum, dem attraktiven gefiederten Laub und den schuppigen Zapfenblüten empfiehlt sich der Hopfen als dekorativer Sichtschutz. 
Mit Hilfe der kräftigen Triebe erreicht der Hopfen 6-8 m und obwohl die Ranken im Herbst absterben, müssen Sie nicht lange Abschied nehmen, denn bereits im Frühjahr treibt die Pflanze neu aus. Bereits im Spätherbst sollten Sie die Triebe bodennah abschneiden, um dem Austrieb im Frühjahr Platz zu geben. 
Hopfen gedeiht am besten in voller Sonne in nährstoffreichen Lehmböden, bei guter Wasser- und Nährstoffversorgung. Hier entwickelt er sich zu einer ungewöhnlichen Sichtschutzpflanze mit schnellem Begrünungspotential.

Zierhopfen 'Golden Princess' im Onlineshop bestellen ....

  

Zierhopfen
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Amerikanische Klettertrompete (Campsis radicans)

Die Klettertrompete stammt aus Nordamerika und klettert mit Haftwurzeln bis zu 10 m hoch. An Rankgittern und Spalieren ist das Binden trotz der Haftorgane empfehlenswert, damit die meterlangen Triebe gehalten werde.

Die attraktiven orangeroten Blüten erscheinen von Juli bis September. Das fiederteilige, kräftig grüne Blatt bildet einen schönen Kontrast zur Blüte. 
Der Standort sollte warm und sonnig, der Boden nährstoffreich, lehmig-humos sein. Im Winter empfiehlt sich eine Laubabdeckung der Pflanzscheibe. Im Sommer ist die Klettertrompete für regelmäßige Wasser- und Nährstoffgaben dankbar.
Ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr fördert die Blütenbildung.

  

Campsis-Blüte
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Blauregen (Wisteria

Der Blauregen gilt, mit seinem üppigen Wachstum von 10 bis 15 m und den langen Blütentrauben,  als eine der imposantesten Kletterpflanzen überhaupt. Übrigens, entgegen dem Namen gibt es auch weiße und rosafarbene Sorten. Prinzipiell muss zwischen 2 Arten unterschieden werden. Japanischer Blauregen (W. floribunda) ist rechtswindend und wird ca 6-12 m hoch. Sein Blütenflor fällt, im Vergleich zu seinem asiatischen Nachbarn, meist etwas üppiger aus. Chinesischer Blauregen (W. sinensis) ist linkswindend und wird sogar 8-15 m hoch. Er blüht noch vor dem Laubaustritt. Da beide Arten äußerst starkwüchsig sind, kommen nur stabile, belastbare Kletterhilfen in Frage. Empfehlenswert sind hier Drahtseilspaliere, die an der Hauswand verspannt werden. 

Beide Arten lieben geschützte Standorte, die sonnig bis lichtschattig sein sollten. 

  

Blauregen (Wisteria) Blütenrispen
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Geißblatt / Geißschlinge (Lonicera)

Geißblatt-Arten gibt es etliche, denen allem eines nachgesagt werden kann: Geringe Ansprüche - wenig Pflege - große Wirkung. Neben den eindrucksvollen Blüten ist hier der paradiesische, cremig-süße Duft zu bemerken. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, danach entwickeln sich rote Beeren, die zwar für den Menschen giftig sind, aber von der Vogelwelt gerne aufgenommen werden. Bei den meisten Arten entwickelt sich die Vollblüte erst nach 5-6 Jahren, woraus sich der bekannte Name "Jelängerjelieber" ableitet.
Die Wuchshöhe liegt allgemein bei 4-6 m, L. pericyclemenum (Waldgeißblatt) und L. caprifolium (Gartengeißblatt) können bis 10 m klettern. Lonicera henryi (Immergrünes Geißblatt) gilt als die einzige immergrüne Art, die auch in schattigen Lagen gedeiht. Alle anderen Arten bevorzugen halbschattige oder wechselsonnige Lagen bei einem humosen, durchlässigen, feuchten Boden.

  

Schöne Blüte von Lonicera henryi (Immergrünes Geißblatt)
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Wilder Wein (Pathenocissus)

Der Wilde Wein strotzt nicht mit Blütenpracht und gehört trotzdem zu den beliebtesten Kletterpflanzen. Den ganzen Sommer über trägt er ein frisch-grünes Kleid. Seinen Höhepunkt aber erlebt der Wilde Wein im Herbst, wenn er sich in einem mehrwöchigen Spektakel aus orangeroter Herbstfärbung in den Winter verabschiedet.

Wegen ihres dichten Wuchses und der besonderen Frosthärte kommen eigentlich nur die beiden Sorten 'Engelmannii' und 'Veitchii' in Frage. Beide eignen sich hervorragend als Sicht- und Sonnenschutz an Sitzplätzen in Verbindung mit Pergolen, Lauben und hohen Rankgittern. Auch ohne Rückschnitt entwickeln sie sich zu einer dichten Fassade, die gut 10-15 m hoch werden kann und manchmal andere Pflanzen zu überwuchern droht - dann sollten sie mit einem Schnitt die Wuchsfreudigkeit bremsen.

  

Wilder Wein in prächtiger Herbstfärbung
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Kletterspindel (Euonymus fortunei)

Hoch zu klettern ist eigentlich nicht das ziel des Spindelstrauches. So kennen wir den Strauch auch überwiegend als niederliegenden Bodendecker. Stellen sich dem Spindelstrauch Hindernisse in Form von Bäumen, Zäunen oder Rankgittern in den Weg, klettern die dicht verzeigten Triebe mit ihren Haftwurzeln daran hoch und können dann Höhen bis 5 m erreichen. Dabei ist die Kletter-Spindel ein stets robuster und pflegeleichter Strauch.

Für sonnige Standorte sind besonders die Sorten mit gelber Blattzeichnung hervorzuheben: 'Emerald Gold', 'Sunshine' und 'Sunspot'. Da die Kletter-Spindel sogar im Winter mit ihrem schönen Laub ziert, kann man die unscheinbare Blüte im Mai-Juni gut verschmerzen.

 

  

Kletterspindel 'Emerald Gold' für sonnige Lagen
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Efeu (Hedera helix / Hedera colchica)

Die riesige Sortenvielfalt winterharten Efeus eröffnet für schattige Lagen eine Vielzahl Gestaltungsmöglichkeiten. Die unterschiedlichen Blattformen und -Farben ziehen schon von weitem Blicke auf sich. Besonders eindrucksvolle Kontrastwirkung erzielt man bei Kombination von dunkellaubigen mit zweifarbigen oder roten Sorten.

Efeu ist in der Lage komplette Fassaden ohne Rankhilfe zu erobern und erreicht dabei Höhen bis 20 m. Probleme bereiten mitunter sehr glatte Oberflächen (mit Metallbereichen) oder sehr helle, stark reflektierende Wände. Efeu bewährt sich jedoch genauso gut als Bodendecker, zusammen mit Immergrün (Vinca minor) oder Teppich-Hartriegel (Cornus canadensis). Im dichten Laub werden Unkräuter wirksam unterdrückt, zahlreiche Vögel und Insekten finden hier ihre Nistmöglichkeiten.

Grün-weisser Efeu
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Waldreben (Clematis) - Wildarten und Hybriden

Die Clematis Arten und Sorten sind sicherlich die größte und bedeutendste Gruppe der Kletterpflanzen. In Japan sind Clematis bereits seit 300 Jahren als Kulturpflanze bekannt, in Europa erst seit ca 130 Jahren. Die Vielfalt ist so gewaltig, dass es unmöglich ist hier auch nur annähernd das Sortiment darzustellen. Wir wollen uns daher auf Sortengruppen beschränken:

 

  • großblumige Clematis-Hybriden
  •  Clematis-Viticella-Hybriden
  • kleinblumige Wildarten

Die großblumigen Hybriden stellen die Mehrzahl der Garten-Waldreben. Sie haben zwei Blühzeitpunkte: Frühjahr und Sommer. Mittlerweile sind so viele Sorten am Markt verfügbar, dass keine Farbwünsche offen bleiben. Nachteil der  großblumigen Hybriden ist ihre Empfindlichkeit gegenüber der immer weiter verbreiteten Clematis-Welke (siehe Kasten unten). Beim Pflanzen sollten diese Sorten daher ca 5 cm tiefer gesetzt werden, um über ein Ausschlagpotential bei späteren Rückschnitten zu verfügen.
Die zahlreichen Sorten der Italienischen Waldrebe (C. viticella) zeichnen sich durch schalenförmige Blüten in vielen Farbnuancen, große Frosthärte, Blühwilligkeit und ihre Robustheit gegenüber Krankheiten aus.
Bei den Wildarten sind in erster Linie C. alpina und C. montana mit ihren zahlreichen Sorten zu nennen. Ihre anemonenartigen Blüten sind zwar kleiner, als die der Hybriden, dafür aber zahlreicher und verströmen einen feinen Duft. Außerdem sind auch sie ausgesprochen unanfällig gegenüber Krankheiten.

Fast alle Waldreben wachsen in Sonne bis Halbschatten gleich gut. Wichtig ist jedoch, dass der Wurzelfuß der Kletterpflanze stets kühl und feucht ist. Dies erreicht man durch geschicktes Bepflanzen mit Bodendeckern oder Durch Mulchen mit Pinienrinde oder Dekor-Kieseln. Ideal ist ein humoser, tiefgründiger, nährstoffreicher Boden.

Der richtige Schnitt-Termin richtet sich bei den Clematis nach der Blütezeit. Die meisten Wildarten, wie C. alpina, C. montana und deren Sorten werden gar nicht oder nur bei bedarf geschnitten. Alle anderen Sorten werden bezüglich Schnitt in folgende  Sortengruppen eingeteilt

'The President'
Clematis-Hybride 'The President'
General Sikorski
Clematis-Hybride 'General Sikorski'
'Piilu'
Clematis-Hybride 'Piilu'
Mrs. N. Thompson
Clematis-Hybride 'Mrs. N. Thompson'
''warzawska Nike'
Clematis-Hybride 'Warzawska Nike'

Problemfall Clematis-Welke

Lässt Ihre Clematis plötzlich Blätter und Triebe hängen und vertrocknet, ist sie wahrscheinlich von der Clematis-Welke befallen. Ursächlich sind zwei Pilzerreger, die die Wasserleitungsbahnen der Triebe verstopfen. Bei Befallsverdacht schneiden Sie die Pflanze sofort bis zum Erdboden zurück. In den meisten Fällen treibt die Clematis aus unterirdischen Augen wieder aus. Parallel kann mit dem Fungizid Aliette gegossen werden. Der Neuaustrieb der Clematis kann sich 1-2 Jahre hinziehen, also nicht zu früh aufgeben!

Vorbeugend achten Sie unbedingt darauf Verletzungen der Triebe zu vermeiden. Halten Sie Laub und Triebe möglichst trocken und vermeiden Sie unbedingt Staunässe im Wurzelbereich. Entfernen Sie zu dichte Fußbepflanzung und altes Laub.

Traumpartner im Rosenbeet - Kletterrosen & Clematis

Passende Partner (Beispiele):
 

  • Rose 'Lawinia' + Clematis viticella 'Emilia Plater'
  • Rose 'Ilse Krohn S.' + Clematis 'Prince Charles'
  • Rose 'Rosarium Uetersen' + Clematis 'Blue Belle'
  • Ramblerrose 'Kiftsgate' + Clematis 'Royal Velours'
  • Rose 'Sympathie' + Clematis 'Huldine'
  • Rose 'Morgensonne88' + Clematis 'Purpurea Plena'
Klassisches Duo aus roter Kleterrose und Clematis viticella
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