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16. Dezember 2018 Sonntagsverkauf 12 -17 Uhr
 mit großem Weihnachtsbaumverkauf

Schwimmteich im eigenen Garten

Der Traum vom eigenen Badeteich im Garten wird für immer mehr Gartenbesitzer wahr. Allerdings setzt dies eine Größe von  mindestens 40-60 m² Wasseroberfläche und Wassertiefen von 120-180 cm, voraus. Davon sollten mindestens 30-50% als Regenerationsbereich reserviert sein. Schwimmende Holzbohlen oder Wasserspeier trennen den Regenerationsbereich vom Schwimmbereich ab.
In den meisten Bundesländern sind Schwimmteiche bis 100 m³ Bodenaushub (ca 70 m² Wasserfläche) genehmigungsfrei. In der Regel sind 3 m Grenzabstand zum Nachbarn einzuhalten (Nachfragen beim Landesbauamt).
Die Kosten für den Bau eines Schwimmteiches variieren stark je nach Größe und Ausstattung von € 50,- bis € 500,- je Quadratmeter.

Naturbelassener Schwimmteich mit glasklarem Wasser
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Die Selbstreinigung des Wassers ist die Grundbedingung für die erfolgreiche Anlage von Badeteichen. Bedenken gegenüber dem Baden im eigenen Teich entstehen oft nur aus Unwissenheit und Unsicherheit gegenüber diesen selbstreinigenden Kräften und der mangelnden Einschätzung der Wasserqualität. Die bei Gartenteichen stets unterschwellige Befürchtung "der Teich kippt um" spielt dabei eine wesentliche psychologische Rolle. Dabei hier kurz eine Einstufung zur Beurteilung der Wasserqualität in vier Güteklassen:

  • Wassergüte I (oligosaprobe Zone) entspricht den Ansprüchen an Trinkwasserqualität. Es kann dies Quell- und  Grundwasser oder reines Regenwasser ohne Verschmutzung sein.
  • Wassergüte II (mesosaprobe Zone) findet sich in Gewässern mit stabilen ökologischem Gleichgewicht. Im von Pflanzen und Tieren belebten Gewässer fallen organische Verbindungen an, die jedoch rasch von Bakterien in stabile mineralische Verbindungen umgesetzt werden. Es ist der dynamische Kreislauf selbstreinigender Kräfte, ein "gesundes Wasser" für schönsten Badespaß!
  • Wassergüte III - die Selbstreinigung findet immer noch statt, ist aber, insbesondere im Sommer bei geringem Sauerstoffgehalt des Wasser, zum Teil gestört. Das Gewässer ist dann nicht mehr zum baden geeignet und muss saniert werden. Es empfiehlt sich eine Wasseranalyse mit anschließender Gewässersanierung gemäß unseres Tipps 1 (klare Verhältnisse im Gartenteich) 
  • Wassergüte IV entspricht Wasser mit starker, ungeklärter Verschmutzung, sauerstoffarm und über riechend. Am Gewässergrund setzten sich große Mengen organischer Verbindungen ab (Falllaub, Fischkot, Fischfutter, etc.). Aufgrund der Sauerstoffarmut am Gewässergrund bilden sich anaerobe Gärungsprozesse  mit Methangasbildung.
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Grundsätzlich wird bei den Schwimmteichen in 2 Modelle unterschieden.  Beim einteiligen Schwimmteich erfolgt der Wasseraustausch selbsttätig durch Zirkulation  von der flachen (wärmeren) zur tiefen (kühleren) Wasserzone. In der Tiefwasserzone kommt es durch die mageren Standortverhältnisse für Wasserpflanzen und Algen zu keinem nennenswertem Wachstum. Beim zweiteiligen Schwimmteich sind Schwimmbecken und Regenerationszone räumlich getrennt und die Umwälzung erfolgt über eine Pumpe. Durch die Umwälzung wird den Pflanzen ständig nährstoffhaltiges Wasser zugeführt, wodurch eine Nachdüngung unnötig wird. Andererseits ist das zurückströmende Wasser nährstoffarm.

 

Der einteilige Schwimmteich

Badeteich und Regenerationszone befinden sich in einer Anlage und lassen sich problemlos in die bestehende Topograhie einbinden. Aus Gründen der besseren Wartung Reinigung ist allerdings der Schwimmbereich oft durch eine Stein- oder Betonmauer, die unter der Wasseroberfläche verläuft, getrennt. Aus gestalterischen Gründen wird aus dieser Not oft eine Tugend und über dieser Mauer verläuft dann ein Holzsteeg. Er wird zum Stimmungsbildner, trennt elegant die  zwei Gewässertypen, lädt zum Spielen und Beobachten ein und vereinfacht die Säuberung des Schwimmbereiches bei eventuellen Schlammansammlungen.

  

Der einteilige Schwimmteich

Der zweiteilige Schwimmteich

Badeteich und Regenerationsteich sind getrennt angelegt. Dies ist insbesondere öfters der Fall nach der Stilllegung eines alten Schwimmbeckens, z.B wegen  des hohen Pflegeeinsatzes unter Einbezug von Chemikalien oder wenn das Becken renovierungsbedürftig ist.  Die landschaftliche Integration des Schwimmbeckens mit dem Teich und zusammen mit der Gartenlandschaft erfordert meist den Einsatz eines professionellen Gartenplaners. Die Lösungsansätze münden grundsätzlich in 3 Möglichkeiten:

  • das bestehende Becken wird belassen und an geeigneter Stelle im Garten ein separater Regenerationsteich angelegt
  • der Regenerationsteich wird unmittelbar an den Badeteich angelegt und umschließt maximal an 3 Seiten (1 Seitenzugang für den Badeteich). Reiche Kiesabdeckung und die umgebende Bepflanzung lassen die beiden Becken als Einheit wirken
  • Mindestens eine Seite des alten Badeteiches wird abgebrochen und verbindet den Badeteich direkt mit dem Regenerationsteich (siehe Skizze rechts).
Schema zweiteiliger Schwimmteich

 

Bau eines Schwimmteiches in Schritten:

 

Phase 1

Standortwahl in sonniger, geschützter Lage mit Bäumen und Büschen in nicht zu naher Entfernung - der Erdaushub wird zur Geländemodellierung genutzt.

 

Phase 2

Unterfüttern des Grundes mit einer Schicht aus Sand (ca 5-10 cm) und Einziehen der Teichfolie (z.B. verstärkte PVC-Folie). Im Schwimmbereich kann eine zusätzlich abgesetzte Folie eingezogen werden

Phase 3

Gestaltung und Modellierung des Badeteich-Einstiegs und der Regenerationszone. Dabei wird mit viel Quarzkies und einzelnen schweren Findlingen gearbeitet, die die Folie fest fixieren und später sehr natürlich wirken.

Phase 4

Einleitung des Wassers: Leitungswasser ist klar, aber teuer. Regenwasser ist besser, sofern keine Verschmutzung (Zink, Kupfer, etc) aus der Regenrinne enthalten. Tipp: Regenwasser in einer Zisterne auffangen.

Empfehlung zur Ermittlung benötigter Teichfolie:

Länge des Teiches + 2 x Tiefe des Teiches + 60 cm für Kapillarsperre = Teichlänge

Breite des Teiches + 2 x Tiefe des Teiches + 60 cm für Kapillarsperre = Teichbreite

Teichlänge (m) x Teichbreite (m) = Gesamtmenge benötigter Teichfolie (m²)

Die Regenerationszone

Die Regenrationszone ist der Filter des Schwimmteiches, der gänzlich ohne Chemie funktioniert. Je größer diese Zone, desto besser die Wasserqualität (mindestens 30%, besser 50 % der Gesamtgröße). Die gewünschten Reinigungseffekte spielen sich an den Oberflächen von nährstoffzehrenden Sumpf- und Wasserpflanzen ab, insbesondere die Pflanzen aus der Sumpf- und Flachwasserzone. Hier tummeln sich Bakterien und andere Kleinstlebewesen, die die schädlichen organischen Verbindungen in stabile anorganische Verbindungen umwandeln, übrigens ein Prozess, der auch in den biologisch arbeitenden Klärwerken, abläuft.

Besonders geeignet für den Sumpfbereich sind  Sumpf-Schwertlilien, Steif-Segge, Blut-Weiderich. Im Tiefwasserbereich können Seerosen und die Krebsschere als Unterwasserpflanze gute Filterwirkung erzielen.

Regenerationzone eines Schwimmteiches mit viel Wasserpflanzen
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Der Schwimmteich im Winter

Der naturnahe Schwimmteich passt sich auch im Winter schöner in die Landschaft, als das sterile Beton-Schwimmbecken. Da der Schwimmteich ganzjährig wasserbefüllt ist finden viele Tiere hier ein Rückzuggebiet in den tieferen Wasserschichten.

Bei dicker Eisschicht lädt er außerdem Kinder zum Eislaufen ein.

Schwimmteich im Winter
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Wir bedanken uns bei der Firma Glenk Schwimmteichbedarf für das freundlicherweise  überlassene Bildmaterial. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch unter www.schwimmteich-selbstbau.de .

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