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16. Dezember 2018 Sonntagsverkauf 12 -17 Uhr
 mit großem Weihnachtsbaumverkauf

Rosenpflege: Standort und Pflanzung, Schnitt, Düngung, Winterschutz

1. Der Standort

Die Formel für ein gutes Gedeihen der Rosen ist einfach: Sie verlangen viel Sonne und Luft. Dabei variiert der Anspruch zwischen den einzelnen Arten und Sorten erheblich. Grundsätzlich gilt, je kleinblättriger die Sorte, desto sonnen- und hitzeverträglicher ist die Pflanze.

Vermeiden Sie extreme Standorte, wie südexponierte Mauerwände oder halbschattige Lagen unter der Kronentraufe großer Bäume. Wichtig ist ein offener Standort mit viel Luftbewegung, damit die Rosenblätter nach Regen und Morgentau rasch abtrocknen können. Somit vermeiden Sie viel Ärger mit Pilzkrankheiten an Rosen - ein weit verbreitetes Problem.

Der Boden sollte tiefgründig, sandig-lehmig sein und einen hohen Humusanteil aufweisen (Tiefwurzler 60-80 cm!!). Bei den hiesigen, schweren Lehmböden bedeutet dies, dass der Boden erheblich verbessert werden muss. Das Pflanzloch ist tiefgründig zu lockern und die Bodenstruktur durch Zugabe von groben Sand oder Lava zu stabilisieren. Gleichzeitig ist der Humusgehalt durch Zugabe von Komposterde zu erhöhen.

Schematische Darstellung: der optimale Rosenstandort

Problemfall Rosen-Nachbaukrankheit

Die "Bodenmüdigkeit" oder auch "Nachbaukrankheit" genannt ist ein komplexes, noch nicht völlig geklärtes Phänomen bei allen Rosengewächsen. Seit Jahrzehnten gibt es zahlreiche Erklärungsmodelle. Unbestritten ist mittlerweile, dass der Boden durch ein Wechselspiel zwischen Bakterien, Boden-Älchen, Nährstoffentzug und Wurzelabscheidungen wie ausgelaugt scheint. 

Im Hausgarten ist dieses Problem jedoch meist ohne gravierende Folgen, da es sich in den wenigsten Fällen um weniger intensiv, ausschließlich mit Rosen bepflanzte Flächen handelt. Außerdem tritt die "Bodenmüdigkeit" verstärkt nur bei leichten Sandböden auf und hat daher in unserem Raum keine dramatischen Auswirkungen.

Wir empfehlen bei Neupflanzung eines Rosengewächses den Bodenaustausch bis ca 50 cm Tiefe entweder komplett oder Sie mischen den Aushub mit gut 50% rosenfrischer Erde (Kompost oder Rosenerde). Zusätzlich geben Sie ca 100 g Bodenaktivator (Bodenhilfsstoff) ins Pflanzloch und Sie werden keinerlei Nachbauprobleme feststellen.

2. Die Pflanzung

Rosen können Sie bei uns ganzjährig kaufen. Im Jahresverlauf unterscheiden sich allerdings die Angebotsformen:

  • wurzelnackte Rosen - gelten als die ursprüngliche Handelsform der Rosen und können nur während der Vegetationsruhe verkauft werden. Pflanzen Sie diese Rosen möglichst früh im Herbst (ab Mitte Oktober), damit die Pflanzen im noch warmen Boden einwurzeln können.
  • wurzelverpackte Rosen - die Rosenwurzel wird oft in PE-Beutel verpackt, was ein rasches Austrocknen verhindert. Die wurzelverpackte Rose lässt sich über längere Zeiträume ohne Qualitätsverlust verkaufen. Allerdings können die Wurzeln bei längerer, warmer Witterung unter der PE-Folie leiden. Eine Verbesserung ist daher die nächste Handelsform.
  • wurzelballierte Rosen (Bild) - die Rosen stecken in einem kleinen Erdballen, so dass keinerlei Anwuchsprobleme auftreten. Das Netz kann beim Pflanzen an der Pflanze bleiben, da die Wurzeln später problemlos hindurchwachsen. Da die Wurzeln nicht gestört werden, ist ein Pflanzen auch nach dem Austrieb, im belaubten Zustand, möglich.
  • Containerrosen - Containerrosen stehen in einem Topf (2 bis 5 ltr) und werden ab Mai, im vollbelaubten Zustand, später auch blühend, angeboten. Sie haben den unschlagbaren Vorteil, dass man die Blüte beim Kauf sehen, riechen und bewerten kann. Farbetiketten geben leider allzu oft kein realistisches Bild. Achten Sie beim Kauf der Containerrosen unbedingt darauf, dass die Pflanzen gut durchwurzelt sind, so dass der Ballen beim Pflanzen auf keinen Fall auseinander fällt (Gefahr eines erheblichen Pflanzschocks)!
Wachsüberzug an wurzelnackten bzw wurzelverpackten Rosen
kompakter, fester Wurzelballen einer wurzelverpackten Rose

Das Prädikat ADR steht für Allgemeine Deutsche Rosenprüfung und gilt als die härteste Rosenprüfung der Welt.

Die ADR-Prüfung wurde 1950 eingeführt und seither werden jährlich alle Rosenneuheiten geprüft. Als wichtigstes Kriterium  steht dabei heute  die Widerstandsfähigkeit der Rosen gegen Krankheiten und Schädlinge auf dem Prüfstand. Von den bisher geprüften über 1500 Sorten erhielten ca 100 das ADR-Prädikat - ein Indiz für die Strenge der Prüfung.

Unsere Empfehlung: Achten bzw. fragen Sie beim Rosenkauf nach dem ADR-Prüfsiegel!

ADR-Prüfsiegel

7 Schritte für erfolgreiches Pflanzen von Rosen:

  • Vor dem Pflanzen empfiehlt sich bei wurzelnackten und wurzelverpackten Rosen (Oktober bis April) ein zweistündiges Wasserbad
  • Die oberirdischen Triebe werden  auf ca 20 cm (etwa Scherenlänge) eingekürzt - dicke Wurzeln, die geknickt oder beschädigt sind werden angeschnitten - Faserwurzeln möglichst alle belassen!
  • Das Pflanzloch sollte zu allen Seiten mindestens eine Handbreit größer als der Ballen sein. Die Pflanzlochsohle ist mit eine Grabegabel tiefgründig (mindestens 50 cm tief) zulockern und bei schweren Böden mit grobem Sand oder Lavagranulat zu stabilisieren. Mischen Sie den Aushub mit reichlich Komposterde oder Hornspänen als organischen Dünger. Verwenden Sie beim pflanzen keinen Torf oder Minaraldünger!
  • Die Rose wird ca 5 cm unter der Veredlungsstelle in das Pflanzloch gesetzt - achten Sie darauf, dass die feinen Faserwurzeln frei hängen können und nicht geknickt werden können.
  • Verfüllen Sie das Pflanzloch mit dem verbesserten Erdaushub und treten Sie die Pflanze maßvoll an
  • Schlämmen Sie die Pflanze vorsichtig ein - danach ist ein zusätzliches Gießen in der Regel nur bei Sommerpflanzung und bei trockner Witterung erforderlich
  • Bei Herbst- und Winterpflanzung ist die Rose anzuhäufeln  (Komposterde) bzw mit Reisig abzudecken.  

3. Der Schnitt an Rosen

Regelmäßiger Schnitt ist bei Rosen unerlässlich, da sich die Pflanzen sonst überbauen würden und zuviel altes Holz zu Lasten von Blühwilligkeit und Blütengröße geht. Außerdem trocknet ein locker aufgebauter Rosenstrauch nach Regenfällen rascher ab, was die Infektionsbedingungen für Pilzkrankheiten reduziert.

  • Beet- und Edelrosen

Beet- und Edelrosen werden im Herbst kaum geschnitten. Lediglich einzelne hohe Triebe werden eingekürzt, um Schneebruch und Samenbildung zu vermeiden.
Im Frühjahr, nach dem Abhäufeln, werden zuerst alle kranken, schwachen und abgestorbene Triebe entfernt. Die Pflanzen sind dann meist schon gut überschaubar und die verbliebenen starken, gesunden Triebe (meist 4-8 Stück) werden auf ca 4 Augen (Knospen) angeschnitten. Wählen Sie dabei stets ein nach außen zeigendes Auge.

Schnittschema bei Beetrosen
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  • Kletterrosen

Bei den Kletterrosen ist beim Schnitt zwischen den einmalblühenden und den öfterblühenden (Ramblerrosen) zu unterscheiden:
Junge Kletterrosen werden überhaupt nicht geschnitten, sondern nur am Klettergerüst gebogen und gebunden.
Einmalblühende Kletterrosen werden unmittelbar nach der Blüte geschnitten. Dabei werden die kurzen Seitentriebe auf 2-3 Augen zurückgeschnitten (siehe Abbildung). Bei älteren Pflanzen werden mehrjährige Triebe an der Basis entfernt. Dies regt die Pflanze zur Bildung neuer Grundtriebe an und wirkt einem Verkahlen entgegen.
Öfterblühende Kletterrosen blühen am diesjährigen, einjährigen und mehrjährigen Holz. Sie werden daher jährlich im Frühjahr ausgelichtet. Dabei wird altes und krankes Holz ganz entfernt. Schwache Jungtriebe werden stark eingekürzt und so zum Durchtrieb angeregt. Kräftige Seitentriebe werden nur leicht zurückgeschnitten, um sie zur Verzweigung anzuregen.

Schnittschema für Kletterrosen
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  • Strauchrosen

Strauchrosen werden insgesamt nur sehr wenig geschnitten.
Die einmalblühenden Strauchrosen werden, nach einigen Jahren des Wachstums, im Frühjahr leicht ausgelichtet. Dabei werden werden 4-5 Jahre alte Grundtriebe bodennah entfernt.
Die öfterblühenden Strauchrosen werden nach ihren ersten Flor im Sommer gegebenenfalls schwach ausgelichtet. Die Nachblüte erscheint dann nach 6-8 Wochen.
Späteres Schneiden ist zu vermeiden, um den schönen Hagebuttenschmuck zu erhalten.

Schnittschema für Strauchrosen
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  • Rosen-Stämmchen

Die Kronen der Fuß- , Halb- und Hochstämme  werden, wie die Beetrosen, jährlich im Frühjahr auf ca 20 cm zurückgeschnitten, wobei die gleichmäßige Kugelform der Krone erhalten bleibt.

Spätere Schnittmaßnahmen konzentrieren sich nur noch auf leichte Korrekturschnitte, wie Entfernen trockener Triebe und verblüter Blumen.

Schnittschema für Rosen-Stämmchen
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  • Bodendeckerrosen

Pflegt man im Hausgarten einzelne, veredelte Bodendeckerrosen, sind diese Rosen, ähnlich wie Beetrosen im Frühjahr auszulichten, aber weniger stark zurückzuschneiden (ca 30 cm).
Wurzelechte Flächenrosen, quadratmeterweise gepflanzt werden rigoros und zeitsparend mit einer Heckenschere auf ca 30 cm eingekürzt.

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  • Wildtriebe

Da die meisten Rosensorten auf Wildlinge veredelt werden kann es vorkommen, dass ein Wildtrieb aus der Unterlage herauswächst. Der Wildtrieb ist unbedingt zu entfernen, da er der Edelsorte Energie raubt und diese rasch überwachsen würde.
Wichtig ist, dass Wildtriebe direkt an der Ansatzstelle im Wurzelbereich entfernt werden. Dazu wird der Wildtrieb freigegraben und dann sauber abgeschnitten oder nach unten abgerissen.

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4. Zur Düngung von Rosen

Rosen sind Gehölze mit einem gehobenen Nährstoffbedarf. Dabei ist der Einsatz einer langsam, aber permanent fließenden Nährstoffquelle zu bevorzugen. Wasserlösliche Mineraldünger (z.B. Blaudünger) empfehlen sich, wenn überhaupt, nur bei eingewachsenen Rosenstöcken nach starkem Rückschnitt, wo kurzfristig hohe Nährstoffmengen zum Pflanzenaufbau benötigt werden. In solchen Fällen genügen 50-80 g/m²  vollkommen. 

Besser als mineralische Dünger sind die organischen Dünger, wobei an erster Stelle Komposterde zu nennen ist. Komposterde wird im Herbst zum Anhäufeln der Rosen verwendet und dann im Frühjahr rund um die Büsche in einer Schichthöhe von 3-5 cm verteilt. Als zusätzliche Gaben empfiehlt sich ein organischer Volldünger (oft als Rosendünger angeboten), der in Abständen von ca 2 Monaten gegeben wird.

Daraus leitet sich folgende Düngeempfehlung:

  • Abhäufeln der Rosen mit Düngewirkung des Kompost ab ca März
     
  • 1. Nachdüngung mit Rosendünger (50-100 g /m²) im Mai
     
  • 2. Nachdüngung mit Rosendünger Ende Juli.Die letzte Düngung im Jahr sollte bis spätestens Ende Juli erfolgen, damit die Rosentriebe noch eine gute Holzausreife bilden!
     

Für Rosen in Kübeln, Kästen und großen Töpfen empfehlen sich mineralische Langzeitdünger (Depotdünger). Sie geben, wie die organischen Dünger, die Nährstoffe über längere Zeiträume ab und reichen vollkommen für die gesamte Saison.

Die letzte Düngung im Jahr sollte bis spätestens Ende Juli erfolgen, damit die Rosentriebe noch eine gute Holzausreife bilden! Rosendünger in den verschiedenen Varianten können Sie in unserem Onlineshop direkt bestellen ....

organischer Rosenvolldünger
Mineralischer Rosen-Langzeitdünger
Komposterde - Naturdünger und Bodenverbesserer
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6. Winterschutz an Rosen

Das Anhäufeln der Rosen mit einer lockeren Erde oder Substrat, ca 15-20 cm hoch, gilt als besonders sicherer Rosenschutz. Die unter der Erdeliegenden Augen bis zur Veredlungsstelle sind vor Frosteinwirkung geschützt.

Unser Tipp:

Verwenden Sie zum Anhäufeln Komposterde, die im Frühjahr um die Rose verteilt wird, um die Düngewirkung zu nutzen (Mehrfachnutzen des Kompostes!).

  

Anhäufeln fussveredelter Rosen

Strauch- und Kletterrosen werden komplett eingepackt. Dabei handelt es sich nicht nur um einen direkten Frostschutz, sondern auch um einen Sonnenschutz, vor allen bei Kletterrosen an hellen Hauswänden.

Verwenden Sie dazu Jute, Sackleinen, Frostschutzvlies oder Fichtenreisig, was optisch etwas schöner, weil natürlicher aussieht. Mit Fichtenreisig können Sie ganze Rosenbögen und auch die Kronen von Rosenstämmchen einbinden.

Alle genannten Materialien haben den Vorteil, dass sie kalte, austrocknende Winde abhalten, gleichzeitig aber auch ein Wärmestau, vor allem im Spätwinter, vermieden wird. Verwenden Sie daher als Schutzmaterial niemals Plastikfolien oder ähnliches!

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