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16. Dezember 2018 Sonntagsverkauf 12 -17 Uhr
 mit großem Weihnachtsbaumverkauf

Zitronen & Orangen wie im Süden

Sattes Grün, süß duftende Blüten und farbenprächtige Früchte in leuchtenden gelb bis orange - mit Zitruspflanzen holen Sie sich ein Stück Süden nach Hause. Auf Balkon, Terrasse und Wintergarten zählen Zitrone, Orange, Kumquat und Calamondin-Orange zu den beliebtesten Kübelpflanzen überhaupt. Einstmals waren diese Pflanzen nur den Fürsten vorbehalten - heute gedeihen diese Kübelpflanzen bei richtiger Pflege in jedem Garten.
Die meisten Zitruspflanzen lassen sich botanisch in die Gattungen Citrus, Fortunella und Poncirus einordnen. Allerdings ist eine Unterscheidung der verschiedenen Arten äußerst schwierig und selbst bei Fachleuten umstritten, zumal immer wieder neue Kreuzungen auftreten. Eßbare Früchte bringen nur die Pflanzen aus der Gattung Citrus und Fortunella hervor.  Diese werden im wesentlichen vetrieben.

Wir bieten Ihnen ganzjährig ein breit gefächertes Sortiment an Zitruspflanzen - da ist für jeden etwas dabei .....

  

Kumquat-Stämmchen und weitere Zitruspflanzen

Zitruspflanzen seit der Antike

Der Urpsrung der Zitruspflanze ist bis heute unklar und umstritten. Wahrscheinlich liegt ein Verbreitungsgebiet in Asien, im Himalaja-Gebiet, wo auch heute noch viele Arten wild verbreitet sind. Verbreitet sind die Zitruspflanzen heute über den gesamten tropisch-subtropischen Gürtel. Nach Europa wurden die ersten essbaren, süßen Exemplare von portugiesischen Seefahrern um 1500 gebracht. Davor waren nur saure, bittere Früchte bekannt, die von den Arabern nach Südost- und Südeuropa eingeführt wurden. Zu den ältesten Kulturformen gehört daher die Zitronatzitrone (Citrus medica). Die Zitronatzitrone wurde von den Arabern, und später auch den Römern, allerdings nur zu medizinischen Zwecken genutzt.

In Europa waren die ersten süßen Früchten nur den Königshäusern und der herrschenden Klasse vorbehalten. Man beschäftige sich hier intensiv mit der Kultur der "Goldenen Äpfel" und es entstanden die bekannten Orangerien, die zur Überwinterung der kälteempfindlichen Südländer notwendig waren. In Deutschland werden diese klassischen Orangerien heute verstärkt wiederbelebt. Ansehnliche Orangerien befinden sich unter anderem im Schloss Sanssouci in Potsdam, im Großen Garten in Hannover, im Schloß Wörlitz, sowie in der Karlsaue in Kassel.

Verfügbare Zitrusarten im SÄNGERHOF

Zitronen (Citrus limon)

Die reine Art der Zitrone wird welt weit im subtropischen Gürtel angebaut. Als Kübelpflanze ist die üppig blühend und fruchtende, leider oft leicht bedornte Kübelpflanze sehr beliebt. Sie mag jedoch weder zu hohe, noch zu niedrige Temperaturen und neigt zu sparrigen Wuchs, der einen erhöhten Platzbedarf nach sich zieht. Bei uns finden sich bewährte Sorten, wie die robuste, dünnschalige 'Meyeri', die kräftig wachsende 'Lisbon' und die weit verbreitete 'Eureca'. Besonders beliebt ist auch die "Vier-Jahreszeiten-Zitrone" 'Lunario', die nahezu das ganze Jahr über pausenlos blüht und fruchtet.

In den letzten Jahren werden auch zunehmend Zitronensorten mit weiß-bunten Blättern angeboten.

Früchte von Citrus limon
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Zitronatzitrone (Citrus medica)

Die Zitronatzitrone wird als Stammpflanze aller Zitruspflanzen angesehen. Sie soll zu den ersten nach Europa eingeführten Zitruspflanzen gehört haben. Wegen ihres intensiven Duftes wurde sie auch Zedrat genannt. Aus Ihrer Schale wird das Backgewürz Zitronat gewonnen.

 

Die länglichen Früchte ähneln in ihrer Form riesigen Wassertropfen und können erhebliche Größe annehmen. Die Sorte 'Diamante' bildet eher große runde Früchte aus. Die Früchte sind zwar in der Küche nicht verwendbar, trotzdem wird die Pflanze wegen ihrer Robustheit, dem intensiven Blütenduft und der schönen lila-purpurfarben angehauchten Blüten, geschätzt.

Bitterorange (Citrus medica)
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Dreiblättrige Orange (Poncirus trifoliata)

Die Dreiblättrige Orange gehört zu den robustesten Zitruspflanzen überhaupt. Die laubwerfende Art verträgt im Winter Minustemperaturen bis -20° und kann in wintermilden Gebieten bei geschütztem Standort sogar ausgepflanzt werden. In den ersten Jahren ist dann bei starker Kälte noch ein Winterschutz erforderlich, später aber nicht mehr.

 

Pflanze und Früchte sind durchaus attraktiv. Allerdings haben die flaumig behaarten Früchte einen strengen, bittersauren Geschmack. Der Drehwuchs der Pflanze und die starken, mehrere Zentimeter langen Dornen machen die Pflanze interessant, so dass sie sich auch im laublosen Zustand attraktiv erscheint.

Dreiblättrige Orange (Poncirus rifoliata)
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Bitterorange / Pomeranze (Citrus aurantium, Citrus myrtifolia)

Die Pomeranzen sind wegen ihres ansprechenden Wuchs, attraktiven Laubes und der Blühfreudigkeit beliebt. Aus den vielen kleinen Früchten wird die englische Orangenmarmelade hergestellt. Das Backgewürz Orangeat wird aus den kandierten Früchten gewonnen. Die Parfümindustrie nutzt Blüten und Blätter intensiv.

Pomeranzen werden im Plantagenanbau vornehmlich in Spanien und auf Sezilien angebaut. Eine enge Verwandte der echten Pomeranze ist die Sorte 'Chinotto', die aus Israel kommt. Sie wird verbreitet als Kübelpflanze gehandelt. Die 'Chinotto' (syn. C. myrtifolia) blüht früh und überreich. Die Früchte lassen sich gut in der Küche verwerten: Kandieren, Marmelade, Saft.

  

Bitterorange (citrus myrtifolia)
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Mandarinen (Citrus reticulata)

Die mandarinenartigen Zitrusfrüchte werden weltweit immer beliebter und drängen die süßen Orangen immer weiter zurück. Die liegt in erster Linie an der dünnen Schale, die sich ohne Hilfsmittel leicht schälen läßt. Die wichtigsten und bekanntesten Sortengruppen sind die Clementinen und Tangerinen.


Die kleinen Früchte sind von schöner, meist kräftig orangefarbener Färbung, und haben oft viele Samen. Wegen ihres Duftes, der schmalen, spitzovalen, kräftiggrünen Blätter und des guten Fruchtansatzes empfehlen sich die Mandarinen als Kübelpflanzen. Bei nur mäßigen Wuchs können sie auch gut in größere Wintergärten ausgepflanzt werden.

 

 

Mandarinen-Bäumchen (Citrus reticulata)
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Calamondin-Orange (Citris x 'Calamondin', Citrofortunella microcarpa)

Die Calamondin-Orange entstammt einer Kreuzung aus China aus einer Mandarine und Kumquat. Wegen ihres zierlichen Wuchses und der kleinen Früchte wird sie auch oft als Zwerg-Orange bezeichnet. Die extrem anspruchslose und dankbare Pflanze ist speziell für Einsteiger zu empfehlen!

 

Die Calamondin gedeiht als Ausnahme unter den Zitrus auch im Wohnzimmer, sofern hell genug. Im Sommer gehört sie natürlich nach draußen. Die Früchte können zu Saft oder Marmelade verarbeitet werden.

Sehr interessant, aber selten am Markt, ist die Sorte 'Variegata' mit panaschiertem Laub.

 

 

  

Calamondin - die Ziersorte unter den Zitruspflanzen
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Kumquat (Fortunella marginata)

Robert Fortune erforschte die Teeregionen Chinas und brachte von dort als erster ovalfrüchtige Kumquats (Fortunella marginata) nach Europa. Nach ihm wurde die Gattung benannt. Neben den ovalfrüchtigen Kumquat sind heute auch rundfrüchtige (Fortunella japonica), sowie zahlreiche Kreuzungen, verbreitet. Fruchtbehangene Kumquats gehören zu den schönsten Kübelpflanzen!

Sie gedeihen an jedem sonnigen Platz. Eine kühle, helle Überwinterung bei relativer Trockenheit steigert den Blütenansatz.

Die orange leuchtenden Früchte können mit Schale verzehrt werden. Noch unreife Früchte weisen eine grüne bis weißgelb gestreifte Färbung auf. Oft finden sich an einer Pflanze unterschiedliche Reifestadien, so dass fortlaufend geerntet werden kann. Es handelt sich daher um bei Kindern so beliebte Naschfrüchte.

Kumquat (Fortunella marginata)
Kumquat-Konfitüre selbst gemacht - ein Traum!

Zitrus-Marmelade aus Kumquatfrüchten

Benötigt werden 1 kg Kumquats, 1 kg Gelierzucker (1:1) und etwas Orangensaft

Die Kumquats gut waschen, dann quer (nicht längs) durchschneiden und die Kerne herauspulen (geht quer besser mit spitzem Messer o.ä.). Schneiden Sie dann ca. 200 g in ganz dünne Streifen (die Früchte werden mit Schale verarbeitet). Den Rest zerkleinert man mit einem Zauberstab grob. Die gesamte Masse mit dem Gelierzucker mischen und über Nacht kühl stehen lassen.
Am nächsten Tag, wenn die Masse sehr steif geworden ist, gibt man etwas Orangensaft dazu. In einem großen Topf wird alles zum Kochen gebracht und ca. 3 Minuten gekocht. Dann in hübsche Schraubgläser füllen und umgedreht etwas ruhen lassen.

Standort und Pflege von Zitruspflanzen

Zitruspflanzen benötigen für ein gutes Gedeihen einen speziellen Standort und ein gewisses Maß an Pflege - nur dann werden sie üppig blühen und fruchten.

Ideal ist ein vollsonniger, möglichst warmer und windgeschützter Standort. Südlagen vor Hausmauern sind bestens geeignet, weil sich dort die Tageswärme speichert und in der Nacht abgegeben wird - so entsteht ein günstiges Kleinklima. Nach den Eisheiligen, ab Mai, kommen die Pflanzen ins Freie. Vorsicht vor direkter Sonnenbestrahlung an den ersten Tagen, da sonst schnell Sonnenbrand auf dem immergrünen Laubwerk entsteht.

In der Wachtstumsphase von April bis September müssen Sie regelmäßig gießen und den Ballen gleichmäßig feucht halten. Verwenden Sie vorrangig Regenwasser oder kalkarmes Leitungswasser. Bei stark kalkhaltigem Wasser (>20 ° dH) müssen Sie das Gieswasser entkalken. Zitruspflanzen reagieren schnell auf zu viel Nässe. Achten Sie daher beim Umtopfen auf eine großzügige Drainage und guten Wasserabzug. Schäden durch Trockenheit werden durch einrollende Blätter signalisiert und sind jedoch deutlich seltener anzutreffen.

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Substrat und Düngung

Der Verwendung richtiger Erde und Düngers kommt in der Zitruspflanzenpflege besondere Bedeutung zu!
Frisch erworbene Pflanzen sollten bald möglichst umgetopft werden. Dies ist besonders wichtig, wenn die Zitruspflanzen in einer billigen Torferde oder in einer rötlichen Lehmerde sitzen. Verwenden Sie zum Umtopfen nur spezielle Zitruspflanzenerde und denken Sie an eine großzügige Drainage aus Blähton oder Lava. Eine gute Zitruserde ist immer eine Mischung aus reifen Kompost, etwas Lehm oder Ton, sowie Zugaben von Sand und Lava, Bims, o.ä. . Wichtig ist ein niedriger ph-Wert zwischen 5,5 und 6,5.

Zur Düngung in der Wachstumszeit (April bis September) verwenden Sie wöchentlich Zitruspflanzendünger, den Sie einfach mit ins Gieswasser geben. Dieser Spezialdünger versorgt die Pflanzen mit allen Hauptnährstoffen und den speziellen Spurennährstoffen (Bor, Kupfer, Eisen, ManganZink). Zum Herbst hin sollte phosphatbetont gedüngt werden, da dies die Blütenbildung fürs nächste Jahr fördert. Geeignet sind hier Knochenmehl oder Thomasphosphat, das einfach auf das Pflanzsubstrat gestreut und eingewaschen wird.

Zitruserde & Zitrusdünger sollten Sie unbedingt verwenden
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Überwinterung von Zitruspflanzen

Bei der Überwinterung der Zitruspflanzen werden sicherlich die meisten Fehler gemacht. Dabei läßt sich die optimale Überwinterung an wenigen Punkten festmachen:

  • Zitruspflanzen vertragen fast keine Minusgrade (Ausnahme Poncirus). Grapefruit vetragen bis etwa -5 °, Orangen und Mandarinen etwa -3° und die Zitronen zeigen bereits bei -1 ° Frostschäden. Daher sind die Zitruspflanzen frühzeitig, vor den ersten Nachtfrösten (meist Ende Oktober), ins Winterquartier zu holen.
  • Wichtig ist ein kühles (5 ° bis max 10° C), aber gleichzeitig möglichst helles Winterquartier (Ausnahme Citrus x 'Calamondin': darf wärmer stehen)
  • Die Pflanzen werden nur minimal gegossen. Oft wird zu viel gegossen. Ein Laubfall im Winter ist normal (zu wenig Licht bzw zu kurze Tageslängen)und kein Anzeichen von mangelnder Feuchtigkeit!
  • Schädlinge und Pilzbefall treten im Winterquartier häufiger auf und müssen regelmäßig kontrolliert werden. Insbesondere Schildläuse, Blattläuse und Nachtschnecken werden oft zum Problem.
  • Regelmäßges Lüften, insbesondere bei dunklen, feuchten Kellern. Wenn die Luftfeuchtigkeit über 60 % liegt, drohen Pilzinfektionen.
  • Wenn das Frühjahr naht müssen die Pflanzen auf die Wachstumszeit vorbereitet werden: Umtopfen, erstes Düngen, eventuell Rückschnitt und wärmerer Standort mit mehr Licht. Vorsicht beim Rausstellen: Nachtfröste drohen bis Mitte Mai  und achten Sie auf Blattverbrennungen bei zu viel Sonne an den ersten Tagen!

 Lesen Sie zusätzlich unseren ausführlichen Tipp "Überwinterung von Kübelpflanzen" .

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